Kommentar Sanierung ohne Ziel

Wo steht Karstadt in zehn Jahren? Und wer soll dort eigentlich einkaufen? Der neue Karstadt-Chef Stephan Fanderl scheint die Frage nicht beantworten zu können. Er plant eine Aufteilung in Erlebnishaus und Nahversorger und führt die Taktik der letzten Jahre fort, auf allen Hochzeiten tanzen zu wollen.

Eine klare Linie ist weiterhin nicht erkennbar. Erst vor drei Jahren starteten zwei Modellfilialen "K-Town" für die jüngere Generation. Jetzt müssen beide wieder geschlossen werden. Ansonsten bietet Karstadt neben den klassischen Häusern auch Edel-, Sport- und Schnäppchenhäuser. Im Moment lässt sich nur sagen: Die Sanierungs-Odysee geht in die nächste Runde. Diejenigen, die wieder zittern, sind die Mitarbeiter. Aber Sparmaßnahmen alleine reichen nicht aus, um wieder schwarz statt rot zu sehen. Das haben die letzten fünf Jahre eigentlich schon gezeigt.

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