Kommentar zum Bundeskanzler Scholz pokert hoch

Meinung · Bundeskanzler Olaf Scholz hat beim EU-Gipfel in Prag den deutschen Doppelwumms verteidigt. Wann dieser endgültig beschlossen wird, ist allerdings noch unklar. Für den Kanzler sind die aktuellen Herausforderungen ein Drahtseilakt, meint unsere Autorin.

Bundeskanzler Olaf Scholz beim EU-Gipfel in Prag.

Bundeskanzler Olaf Scholz beim EU-Gipfel in Prag.

Foto: dpa/Kay Nietfeld

Olaf Scholz steht im Sonnenschein auf der Prager Burg und blickt kurz ins Weite. Gerade hat der deutsche Kanzler erneut erklärt, warum das deutsche Doppelwumms-Paket die EU nicht aus den Angeln hebt. Und warum das Land mit diesem wuchtigen Paket zur Abfederung der Energiepreise nicht auf einem reinen Ego-Trip unterwegs ist. Die Argumente: Deutschland sei kein Einzelfall, andere Länder wie Frankreich und Spanien etwa hätten ebenfalls bereits eigene Hilfsprogramme aufgelegt, die Summe gelte bis ins Jahr 2024, sei daher gar nicht so hoch.