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Kommentar zu Corona in Bonn: Solidarität ist gefordert

Kommentar zu Corona in Bonn : Solidarität ist gefordert

Die Coronakrise stellt die Gesellschaft vor große Herausforderungen. Doch Egoismus ist nun fehl am Platz, es kommt auf den Zusammenhalt an, kommentiert GA-Redakteurin Lisa Inhoffen.

Wir sind in einer Situation, wie sie noch nie dagewesen ist. Diesem Satz von Oberbürgermeister Ashok Sridharan ist nichts hinzuzufügen. Oder doch? Wir befinden uns in einer Situation, wie sie noch dagewesen und deshalb der gesellschaftliche Zusammenhalt mehr denn je gefordert ist.

Wer am Samstag einen Blick in die Supermärkte geworfen und die sogenannten Hamsterkäufe gesehen hat, der hat möglicherweise große Zweifel, ob dieser gesellschaftliche Zusammenhalt überhaupt existiert. Mut machen dagegen Aktionen wie die der Bonner Studentin Anna Ibelshäuser, die im Internet zur Unterstützung Bedürftiger und alter Menschen in Bonn aufruft, oder die Hilfsinitiativen, die zurzeit in den Kirchengemeinden gestartet werden. Ja auch die Eltern, die nun schnell und klaglos untereinander die Betreuung ihrer Kinder organisieren wollen, leisten einen unschätzbaren Beitrag für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. In der Tat: Solidarität ist das Gebot der Stunde.

Und jeder von uns sollte sich auch vor Augen halten: Uns hier in Deutschland geht es trotz allem, trotz Schließungen von Schulen, Kitas, Museen, Schwimmbädern, Kinos und vielleicht demnächst auch Restaurants immer noch sehr gut. Prekär, das ist die Situation der vielen Flüchtlinge – darunter viele Kinder, die seit Jahren in Lagern unter den unwürdigsten Bedingungen ausharren müssen.