TC Rot-Weiß Bad Honnef Traraaa auf die "Moru"

Warum die "Moru" heute eigentlich "Doru" heißen müsste, aber bei ihrem Namen "Moru" geblieben ist, ist eine Geschichte für sich.

Zum ersten Mal hauten sich in der Wintersaison 1977/78 Spieler des TC Rot-Weiß Bad Honnef in der oberen Tennishalle in Rheinbreitbach im Trockenen und Warmen die Bälle um die Ohren. Und zwar immer montags als Montagsrunde (daher die Abkürzung Moru). Eher aus der Freude am Spiel heraus als vom Ehrgeiz getrieben wurde also der Schläger geschwungen. Die Adjektive, mit denen der Verein selbst die bis heute währende Männerfreundschaft umschreibt, reichen von rechthaberisch und fair, korrekt und unzuverlässig, geizig und spendabel bis zu lustig und dröge.

Kurzum: alles dabei vom Sportdozenten über den Elektromeister bis zum Ministerialdirektor. Die Teilnehmer suchten übrigens auch außerhalb von Rheinbreitbach den Zusammenhalt. Auf einer ihrer vielen gemeinsamen Reisen erklommen sie die Zugspitze, obwohl einer mit Halbschuhen antrat und der andere auf zwei Krücken. Aus sportlicher Sicht wäre dem kaum etwas hinzuzufügen.

Bliebe die Erklärung für den möglichen Namenswechsel. Seit ein paar Jahren treffen sich die Teilnehmer nämlich gar nicht mehr montags, sondern donnerstags. Gespielt wird mittlerweile meistens Golf - nicht mehr Tennis. Die Runde hat sich verändert, aber manche Dinge - wie der Name - müssen bleiben. Sonst vergisst man, wer man ist und wo man herkommt.

Wir gratulieren also aufs Herzlichste zum 38-jährigen Bestehen und stimmen zur Feierstunde die inoffizielle Moru-Hymne an. Jetzt alle zusammen: "Trara es tönt wie Jagdgesang, wie wilder und fröhlicher Hörnerklang, Trara, Trara, Traraaa."