Kommentar zu den Plänen der Evangelischen Kirche im Rheinland Zukunftsfeste Kirche

Meinung | Potsdam · Eine Kirche, die perspektivisch vielleicht nur noch 1,5 Millionen Mitglieder hat, kann nicht mehr dieselben Angebote machen und dieselben Einrichtungen betreiben, wie vor 20 Jahren, als man noch bei knapp drei Millionen Gemeindegliedern lag. Hier müssen Prioritäten gesetzt werden, meint unser Autor.

 Die Synodalen der Landessynode der Evangelischen Landeskirche Anhalts bei der Andacht.

Die Synodalen der Landessynode der Evangelischen Landeskirche Anhalts bei der Andacht.

Foto: dpa/Heiko Rebsch

Die Evangelische Kirche im Rheinland will aus ihrer Hochschule einen theologischen Bildungscampus machen. Das ist aus zwei Gründen bemerkenswert: Zum einen bekennen sich die Protestanten damit zu den theologischen Fakultäten an den staatlichen Universitäten, unter anderem auch der Universität Bonn, die schon seit 1818 über eine renommierte und weit über die Grenzen des Rheinlandes hinaus anerkannte Fakultät für evangelische Theologie verfügt. Das unterscheidet die Evangelische Kirche im Rheinland deutlich etwa vom katholischen Erzbistum Köln, dessen Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki mit der Gründung einer eigenen Hochschule bekanntlich exakt den gegenläufigen Weg beschritt. Zum anderen aber macht sich die Kirche zukunftsfest – an einer Stelle, an der es durchaus wehtut, wird gespart.