Pfingsten auf der Landskrone: Nach dem Aufstieg gab es Brezeln

Pfingsten auf der Landskrone : Nach dem Aufstieg gab es Brezeln

Das letzte Stück ist besonders steil. Aber das hatten selbst diejenigen zu bewältigen, die mit dem Shuttlebus auf die Landkrone kamen. Allerdings waren sie in der Minderzahl. Die meisten zieht es zu Pfingsten traditionell zu Fuß nach oben.

Ebenso traditionell gibt es als Belohnung nicht nur den Ausblick über das Ahrtal hinweg, sondern auch das verschlungene Weizengebäck, das dem Brezelfest seinen Namen gibt. Ausflügler aus allen Himmelrichtungen zog es nicht nur in Scharen und als Wandergruppen, sondern auch als Familie gar mit Kinderwagen auf das Plateau in 270 Metern Höhe. Oben auf dem Basaltkegel angekommen, auf dem weithin sichtbar die Stadtfahnen Bad Neuenahr-Ahrweiler wehten und abends die Marienkapelle und das Gipfelkreuz erleuchtet waren, bedurfte es keinen großen Unterhaltungsprogramms.

Erst mal Durchschnaufen war für die Erwachsenen angesagt. Sie zog es vor allem auf die Sitzplätze mit Fernblick. Viele Kinder hatten derweil noch genug Energie, um auf einem Hüpfelefanten herumzutollen, oder erklommen auch noch die letzten Stufen bis hinauf zum imposanten Gipfelkreuz. Beliebteste Stärkung waren selbstredend die Brezeln. Doch auch zahlreiche andere Spezialitäten und Getränke, Tische, Bänke, Kühlwagen und Wassertank hatten die Helfer der veranstaltenden Gemeinschaft der Heppinger Ortsvereine (GOV) seit Freitag mit Traktoren den Berg hinauf geschafft. Rund 125 Mitglieder von Turnverein, Junggesellen- und Mandolinen- und Quartettverein bildeten bewährte Teams bei der Bewirtung der mehreren hundert Gäste.

Dabei mussten bei idealem Wetter am Sonntag diesmal sogar noch Helfer nachrekrutiert werden wegen des Andrangs. Die Besucher gingen es gemütlich und genüsslich an und freuten sich über das Brauchtum, das auf die Kirchweihfeste der Marienkapelle zurückgeht: Bäcker und Krämer stellten dazu Verkaufsbuden an der Landskrone auf und hatten das Standgeld an den Burgherrn in Form von Brezeln zu entrichten. Diese wurden an die armen Leute verteilt. Zu dem Brauchtum, das einst in der Fastenzeit, dann zu Ostern und mittlerweile an Pfingsten gefeiert wird, gehört auch der Festgottesdienst an der Kapelle unterhalb der Burgruine.