Italiens Staatssender greift durch Alte Rechnungen, neuer Kurs

Rom · Galionsfigur der Linken: Italienisches Staatsfernsehen stellt den Journalisten und Mafia-Experten Roberto Saviano kalt.

 Der italienische Schriftsteller und Journalist Roberto Saviano und Minister Matteo Salvini führten einen medialen Kleinkrieg. 

Der italienische Schriftsteller und Journalist Roberto Saviano und Minister Matteo Salvini führten einen medialen Kleinkrieg. 

Foto: picture alliance / dpa/Andreas Gebert

Nach jeder Parlamentswahl gibt es in Italien ein Ritual: Die Spitzen des Staatsfernsehens Rai, der Radiotelevisione italiana, werden ausgetauscht. Im Mai, acht Monate nach Amtsübernahme der Rechtsregierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni musste der bisherige Geschäftsführer Carlo Fuortes gehen. Ersetzt wurde er von Roberto Sergio, der seit einigen Wochen im Rampenlicht steht. Sergio wird beschuldigt, blind den Willen der neuen Rechtsregierung zu erfüllen und mißliebige Journalisten zu entlassen oder ihre Sendungen nicht mehr auszustrahlen.