Das richtige Fotodruck-Papier finden

Frankfurt/Main · Normales 80-Gramm-Schreibmaschinenpapier taugt nicht zum Ausdrucken von Bildern. Dafür muss man schon Fotodruckpapier benutzen. Das gibt in verschiedenen Varianten. Sie haben ihre Vor- und Nachteile.

 Schöne Farben, scharfe Konturen: Wer aus seinem Tintenstrahldrucker Fotoqualität herausholen möchte, sollte zu Spezialpapier greifen. Foto: Kai Remmers

Schöne Farben, scharfe Konturen: Wer aus seinem Tintenstrahldrucker Fotoqualität herausholen möchte, sollte zu Spezialpapier greifen. Foto: Kai Remmers

Foto: DPA

Wer aus seinem Tintenstrahldrucker Fotoqualität herausholen möchte, sollte zu Fotodruckpapier greifen, rät der Photoindustrie-Verband. Dabei werde zwischen drei verschiedenen Arten unterschieden: kunststoffbeschichtetes Papier mit hoher Farbbeständigkeit, nanoporöses Papier (Nanokeramikpapier), das hohe Druckgeschwindigkeiten zulässt, und einfach beschichtetes Tintenstrahlpapier, das vor allem beim Preis punktet.

Für welches Papier man sich entscheidet, sei letztlich auch Geschmackssache. Hobbyfotografen sollten einfach mit den verschiedenen Papierarten experimentieren, raten die Experten. Im Handel fänden sich oft Musterpackungen mit diversen Sorten zum Ausprobieren.

Kunststoffbeschichtetes Papier besitzt eine Polymeroberfläche, die die Tinte fixiert, so dass sie nicht verfließt. Vorteile sind den Angaben zufolge eine gute Farbbeständigkeit, eine Haptik wie aus dem Fotolabor sowie Beständigkeit gegen Einwellen. Nachteilig ist dagegen, dass die Druckgeschwindigkeit reduziert werden muss, weil die Polymerschicht die Tinte nur langsam aufnimmt und diese sonst verschmieren kann. Zudem ist die Polymerschicht nicht sehr wasserbeständig und das Papier nur bedingt für Pigmenttinten geeignet.

Beim auch für pigmentierte Tinten geeigneten und sehr wasserbeständigen Nanokeramikpapier nimmt eine poröse Keramikschicht die Tinte auf. Weil das schnell geschieht, kann den Experten zufolge mit hoher Geschwindigkeit gedruckt werden und die Ausdrucke sind sofort wischfest. Nachteilig ist, dass die poröse Oberfläche nicht dicht abschließt und die Tinte so stärker Umwelteinflüssen ausgesetzt ist. Wer die gleiche Farbbeständigkeit wie bei kunststoffbeschichtetem Papier erreiche möchte, muss die Ausdrucke laminieren oder hinter Glas schützen.

Recht preiswert ist einfach beschichtetes Tintenstrahlpapier. Darauf trocknet die Tinte schnell und es lassen sich nahezu alle Tintenarten einsetzen. Allerdings fehlt auch dieser Sorte die Farbbeständigkeit. Und seine stumpfe und matte Oberfläche ist weniger hochwertig als bei den anderen Spezialpapieren.

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