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KI und Kunst: Roboter-Selbstporträt für fast 700 000 Dollar versteigert

Künstliche Intelligenz in der Kunst : Roboter-Selbstporträt wurde für fast 700 000 Dollar versteigert

Menschliche Künstler bekommen unerwartete Konkurrenz. Ein Roboter einer japanischen Robotics-Firma hat ein Selbstporträt gemalt, das nun für knapp 700.000 Dollar versteigerte wurde.

Ein vom menschenähnlichen Roboter Sophia gemaltes Selbstporträt ist für nahezu 700 000 Dollar versteigert worden. Der Käufer auf der Auktionsplattform Nifty Gateway ist ein Digitalkünstler, der unter dem Pseudonym 888 auftritt. Für die 688 888 Dollar (aktuell rund 582 600 Euro) bekam er das Bild, das Sophia mit einem Pinsel in ihrer mechanischen Hand malte. Dazu gehörte auch ein kurzes Video, das mit einer digitalen NFT-Signatur versehen ist.

NFT erleben gerade einen Boom: So wurde vor kurzem eine damit versehene Kopie einer Collage des Digitalkünstlers Beeple für gut 69,3 Millionen Dollar versteigert. NFT (non-fungible token) sind so etwas wie digitale Echtheitszertifikate, deren Echtheit mit der Blockchain-Datenkette der Krypto-Währung Etherium abgesichert wird.

Sophia wurde 2016 von der japanischen Firma Hanson Robotics vorgestellt und war in den vergangenen Jahren auf diversen Konferenzen zu sehen. Der Roboter ist einem Menschen nachempfunden und versucht unter anderem die Mimik bei Sprechen nachzuahmen. In Deutschland unterhielt sich Sophia 2018 mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Hanson Robotics zog für das Selbstporträt-Projekt den Maler Andrea Bonaceto hinzu, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Sophia malte ihr Bild auf einem zuvor von Bonaceto erstellten Porträt von ihr. In dem Video dazu gehen die beiden Bilder ineinander über.

(dpa)