Kunst im Bahnhof Ein Kopf für die Bahn und 33.000 Reisende am Tag

Bonn · Das Projekt „Station to Station“ der Deutschen Bahn geht in Frankfurt mit einer Skulptur von Andreas Schmitten weiter. Regie führt der Bonner Kulturmanager Walter Smerling - und plant schon einen weiteren Coup.

Andreas Schmittens fünf Meter hohe Skulptur „Immaterielles“ unter dem Glasdach des Frankfurter Fernbahnhofs Flughafen, der von 33.000 Reisenden täglich frequentiert wird.

Andreas Schmittens fünf Meter hohe Skulptur „Immaterielles“ unter dem Glasdach des Frankfurter Fernbahnhofs Flughafen, der von 33.000 Reisenden täglich frequentiert wird.

Foto: © Stiftung für Kunst und Kultur e.V. // Foto: Daniel Biskup

Da jubelt die Pressestelle, dankbar, nicht immer nur Hiobsmeldungen verbreiten und Verspätungen entschuldigen zu müssen: „Bahn zeigt Gesicht – Skulptur am Fernbahnhof Frankfurt Flughafen enthüllt.“ Fünf Meter hoch ragt der von drei Händen getragene weiße hohle Kopf mit den geschlossenen Augen in den gläsernen Himmel des Fernbahnhofs. Ein Werk des Düsseldorfer Künstlers Anderas Schmitten. Entfernt erinnert der Kopf an Jaume Plensas „Laurelle“ in Bad Godesberg. Beide Arbeiten strahlen eine tiefenentspannte, aufreizende Leere aus. Doch während dem platten Kopf des Katalanen Plensa eine gewisse Redundanz zu eigen ist – „Laurelle“ hat viele Schwestern, die von Wuppertal bis Madrid und New York bis St. Petersburg zu sehen sind oder waren –, ist Schmittens hohler, 1,2 Tonnen schwerer, weiß lackierter Aluminium-Kopf immerhin ein Solitär.