Zeitenwende-Rede des Kanzlers Haus der Geschichte sichert sich Scholz-Manuskript

Bonn · Bundeskanzler Olaf Scholz hat dem Bonner Haus der Geschichte sein Original-Manuskript der Zeitenwende-Rede überreicht, die er nach dem Überfall Putins auf die Ukraine gehalten hat. Was ist der Inhalt?

 Übergabe: Olaf Scholz und Harald Biermann.

Übergabe: Olaf Scholz und Harald Biermann.

Foto: Bundesregierung/Kugler

Bevor die Dauerausstellung des Bonner Hauses der Geschichte am 15. September schließt – das übrige Haus bleibt geöffnet – und bevor die völlig neu konzipierte Dauerausstellung im Dezember 2025 wiedereröffnet wird, hat sich Harald Biermann, Präsident der Stiftung Haus der Geschichte, ein wichtiges Dokument für die zukünftige Präsentation gesichert. Am vergangenen Freitag übergab ihm Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) das Manuskript der historischen Zeitenwende-Rede.

Drei Tage nach dem völkerrechtswidrigen Überfall Russlands auf das gesamte ukrainische Staatsgebiet hatte der Kanzler am 27. Februar 2022 seine Rede zur grundlegenden Veränderung unserer Sicht auf die Gegenwart gehalten. Der Überfall Russlands markierte eine Zäsur in der Geschichte seit dem Ende des Kalten Krieges. Scholz betonte folgerichtig die Notwendigkeit eines realistischen Blicks auf die Welt und das Erfordernis, militärisch abwehrbereit zu sein. Dieser „Paradigmenwechsel ist schon heute in die Zeitgeschichte eingegangen und findet daher zukünftig seinen Platz in der neuen Dauerausstellung des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“, heißt es in einer Pressemitteilung. Im vorerst letzten Kapitel der neuen Dauerausstellung wird vor dem Hintergrund von Putins Krieg gegen die Ukraine die Frage nach der neuen Rolle Deutschlands in einer multipolaren Welt sowie nach den Auswirkungen des Konflikts auf Deutschland gestellt. In diesem Kapitel wird Scholz‘ Zeitwendenrede zu sehen sein.

Wortlaut: www.bundeskanzler.de

Der Kampf um die Kübel
Gastronomie in Bonn Der Kampf um die Kübel