Magazin zum Jazzfest Bonn Magazin zum Jazzfest Bonn erschienen

Bonn · Online und als Heft: „zettbe:“ informiert über das Jubiläumsprogramm des Jazzfests Bonn und serviert interessante Porträts der Gäste

Zettbe

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Foto: Jazzfest

Sobald das Magazin „zettbe:“ erscheint, weiß der Jazzfreund, dass es nicht mehr weit hin ist zum Jazzfest Bonn, das dieses Jahr ein Besonderes ist: Denn Initiator und künstlerischer Leiter Peter Materna, sein Team und die Musiker haben etwas zu feiern – 15 Jahre Jazzfest Bonn. Ausführlich geht das Magazin, das in der achten Folge im bewährt kreativen Design von Axel Grundhöfer erscheint, auf das Jubeljahr ein und informiert gründlich über das, was vom 19. April bis 1. Mai und im Jubliläumskonzert am 16. Juni geboten wird.

„Risiko“, das ist das Leitthema der aktuellen Ausgabe, ein im Jazz allgegenwärtiges Phänomen, wie Ralf Dombrowski in seinem Essay „So schön bunt“ herausarbeitet. Ja, Jazz kann anstrengend sein, ist ein offenes System, das nicht selten mit dem klassischen Verständnis von Hörgenuss kaum in Einklang zu bringen ist. Aber: „Es ist eine Chance, an Lebenswelten anderer teilhaben zu dürfen. Zu hören, was sie fühlen, zu ahnen, was sie denken. Was für ein Glück“, schreibt der Autor.

Jazz als musikalisches Verfahren, das von Offenheit und Unbestimmtheit geprägt ist, als „kollaboratives Ansteuern von Risiken“, ventiliert Christopher Dell, Vibrafonist, Komponist und Architekturtheoretiker. Dell wird mit der Pianistin Julia Hülsmann beim Jazzfest zu hören sein, für die das größte Risiko im Leben es ist, „immer wieder mein Herz zu öffnen – das heißt, sich verletzlich zu machen –, gleichzeitig ist es für mich die einzige Möglichkeit, zu leben“. Für Bettina Bohle, Leiterin des Jazzin­stituts Darmstadt, ist Jazz Zukunftsmusik par excellence. Sogar das Risiko Raumakustik – das Jazzfest hat komplexe Locations wie das Bonner Münster und das Leoninum im Programm – wird im Magazin beleuchtet (Tomy Brautschek).

Spannende Musikerporträts wie über den Akkordeonisten Richard Galliano (Text: Stefan Franzen) oder die skandinavische Jazzszene (Text: Martin Laurentius) gehören ebenfalls zum Angebot des aktuellen Magazins. Ulrich Stock hat ein sehr dichtes Porträt über den sensiblen Gitarristen Olaf Rupp geschrieben. Wolf Kampmann erklärt uns, wie die Bandleaderin und Bassistin Gina Schwarz den britischen Songwriter Nick Drake entdeckte – „ein Seiltänzer, ein Poet, der die Freiheiten des Lebens sensibel auszutarieren suchte, dabei aber nicht selten das Gleichgewicht verlor“. Einen Blick auf junge Musikerinnen und Musiker des Festivals, auf das Bundesjazzorchester, die Sängerin Mirna Bogdanovic, ihre Kolleginnen Sera Kalo und Mia Knop Jacobsen sowie die Pianistin Olga Reznichenko wirft die Journalistin Maxi Broeking in ihrem informativen Magazintext.

Bombastischer Sound und kluge Arrangements prägen die Arbeit der tollen Bigband-Leaderin Monika Roscher, die erneut beim Jazzfest Bonn dabei ist. Über ihre Arbeit und den damit verbundenen Risiken – „Risiko ist mein zweiter Vorname“ – sprach sie mit Fabian Junge, Kommunikationschef des Jazzfests.

Traditionell endet das Magazin mit CD-Tipps und dem kompletten Programm zum Jazzfest Bonn 2024.

„zettbe:“ liegt an vielen Stellen in Bonn aus, kann digital unter www.jazzfest-bonn.de abgerufen und als Heft bestellt werden.

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