Chorkonzert in der Bonner Universität Applaus für majestätischen "Lobgesang"

Bonn · Die zweite Sinfonie von Felix Mendelssohn trägt den Titel "Lobgesang", mit ihr sollte im Auftrag des Rates der Stadt Leipzig 1840 der 400. Jahrestag der Erfindung der Kunst des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg gefeiert werden.

Dem Entstehungsanlass nach ist das Werk also in der Universität gut aufgehoben, wo es zum Chorkonzert des Collegium musicum unter der Mitwirkung des Akademischen Orchesters erklang. Den Abend begann der Chor unter der Leitung von André Kellinghaus mit dem A-cappella-Stück "Jauchzet dem Herrn alle Welt", das mit großer Klanggewalt das Konzert eröffnete.

Nach dieser eindrucksvollen Vorstellung des Chors durfte sich das Akademische Orchester im ersten Teil des "Lobgesangs" von seiner besten Seite zeigen. Nachdem das musikalische Thema auf diese Weise vorgestellt war, wurde es von Chor und der Sopranistin Tina Scherer übernommen.

Chor und Solistin harmonierten hier sehr gut miteinander, wobei es beim begleitenden Orchester hin und wieder zu kleinen Ungenauigkeiten kam. Auch bei den anderen Arien der Solisten Tina Scherer, Elisabeth Menke und Markus Francke kam es des Öfteren zu verzeihlichen Ungenauigkeiten zwischen Soli und Orchester.

Besonders schön gelangen jedoch die beiden Duette der Solisten, "Ich harrete des Herrn", "Drum sing? ich mit meinem Liede" und natürlich der blendend vorgetragene dramatische Höhepunkt, Markus Franckes Arie "Stricke des Todes hatten uns umfangen".

Der neue Akademische Musikdirektor André Kellinghaus hatte seine beiden Ensembles im Griff. Der Chor zeigte sich von seiner besten Seite in Intonation, Dynamik und Artikulation, und auch das Akademische Orchester blühte unter seiner Leitung auf. Ein "Lobgesang", der majestätisch und klangvoll abgeschlossen und mit langem Applaus belohnt wurde.

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