Ausstellung mit Aussage

"Schwarz-Weiß" mit 53 Exponaten im Bad Godesberger Haus an der Redoute eröffnet

  Palette  der Graunuancen: Joumana Al Kallas bereichert mit ihren Werken die Schwarz-Weiß-Ausstellung im Haus an der Redoute.

Palette der Graunuancen: Joumana Al Kallas bereichert mit ihren Werken die Schwarz-Weiß-Ausstellung im Haus an der Redoute.

Foto: Friese

Bad Godesberg. Die Ausstellung Schwarz-Weiß mit "der unerschöpflichen Palette der Graunuancen" war das traditionelle Kulturereignis in Bad Godesberg zum Ende des Karnevals und zum Start in die neue Jahreszeit.

143 Kunstfreunde kamen zur Eröffnung in das Haus an der Redoute und hatten den Vorzug, von dem Kunsthistoriker Hans Martin Schmidt in die Ausstellung eingeführt zu werden.

Schmidt hat nach vielen Jahren der Tätigkeit am Landesmuseum einen sicheren Blick für die rheinische Kunstproduktion und weit darüber hinaus und hat auch hier als einer der Juroren gewirkt.

Er forderte das Publikum auf, sich auf die Ausstellung, die Horst Naaß stellvertretend für die erkrankte Bezirksvorsteherin Annette Schwolen-Flümann eröffnete, "einzulassen" und skizzierte klug und eingängig die künstlerischen Ausgangspositionen als Chance zu einer neuen, bereichernden Erfahrung.

Wenn Naaß einführend an die Frühzeit von "Schwarz-Weiß" um 1980 erinnerte, so erlebt der regelmäßige Ausstellungsbesucher ein verändertes und aktualisiertes Bild im Haus an der Redoute.

Die Ausstellung wirkt mit 53 Exponaten von 51 Künstlerinnen und Künstlern sehr licht und locker. Die Jury hat, wie Schmidt sagte, so offen und personenneutral wie möglich nach den objektivierenden Kriterien von Qualität zu urteilen versucht.

Es steckt viel künstlerische Aussage in dieser Ausstellung. Mehrfach zeigen zwei oder drei Exponate zum gleichen Thema die Fortführung desselben, so bei Franziska Kelz-Blank mit der "Ersten Aufforderung zum Nachdenken" und dem "Bewegten Heim" von Günter Herzing, der "Frau im Raum" von Rose Kretzschmar oder die dreiteilige Folge "Museum" von Bettina Zettelmeier und Rolf Peuckerts Transliteration "Meinungsfreiheit".

Bemerkenswert im Sinne der schwarz-weißen Thematik sind Klaus Bräuers "Nordische Gletscherlandschaft" und die Landschaften des Godesberger Künstlerseniors Gerhard Neumann.

Neue Techniken bis hin zur Computergrafik führt Annette von Dewitz mit ihrer Mode in Eisenblechband an. Logisch in den Möglichkeiten des Schwarz-Weißen in der Fotografie hat Siegfried Naujoks seinen "Nadelturm" (Hybridmethode) erstellt.

Man erlebt Überraschungen in dieser Ausstellung und auch erfreuliche Wiederbegegnungen, zum Beispiel mit Herbert Böhler, der einen zeichnerisch großartigen "Märchenbaum" zeigt, und Ursula Puch-Wennrich, deren subtile Rohrfederzeichnung den "Weg des Menschen" in eine strenge Umweltkonstruktion stellt.

Die Ausstellung bleibt bis zum 21. März geöffnet, täglich von 10-17 Uhr, außer Montag.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar " Schöne Vision"

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