Rheinbacher Lyriktage Balladenabend bot eine gelungene Mischung aus Texten und Musik

RHEINBACH · Die Frage "Wer ist John Maynard?" stellten sich bestimmt die meisten der rund 60 Besucher des Balladenabends in der Katholischen Grundschule Sankt Martin an der Bachstraße am Samstag. Zum Abschluss der Lyriktage präsentierten sich dort "Zeilenglut" sowie besonders talentierte Schüler der Musikschule Meckenheim-Rheinbach-Swisttal.

 Balladenabend: In der Grundschule an der Bachstraße spielt Hannes Justen Violoncello, Paul Tintelnot sitzt am Klavier.

Balladenabend: In der Grundschule an der Bachstraße spielt Hannes Justen Violoncello, Paul Tintelnot sitzt am Klavier.

Foto: Wolfgang Henry

Das Ensemble "Zeilenglut" besteht aus der Schauspielerin Monika Sobetzko aus Frechen, dem Bornheimer Literaturkabarettisten Lothar Tolksdorf und dem Schüler Florian Schweinitz.

Die Balladen und Musikstücke wurden in Blöcken abwechselnd vorgetragen. Balladen sind gesprochene oder gesungene Gedichte, die häufig mittelalterlich-märchenhafte, aber auch antike oder zeitgenössische Themen aufgreifen. Die Handlung führt oft zu einem pointierten Schluss. Balladen können ernsthaft, humoristisch oder ironisch sein.

Durch das abwechslungsreiche Programm führten Musikschulleiter Karl Hempel und Gerd Engel vom Verein "Rheinbach liest". Hempel wies bezüglich der Musikschüler das Auditorium darauf hin, dass "dies keine Profis sind", betonte aber auch, "das passt schon ganz gut".

Wie gut es passte, bewiesen alle Musikschüler im Alter zwischen sieben und 17 Jahren auf ihren jeweiligen Instrumenten. Die jüngste Musikschülerin war Almut Nagel, die "The little negro" von Claude Debussy auf dem Klavier vortrug. Im Duett spielten Hannes Justen und Paul Tintelnot "Impromptu" für Violoncello und Klavier. Der Schüler Florian Schweinitz überzeugte mit der gesungenen Ballade vom "Erlkönig" von Johann Wolfgang von Goethe ebenso wie Sobetzko mit "Ich hab dich so lieb" von Ringelnatz und Tolksdorf mit "Der rechte Barbier".

Die Ballade von Theodor Fontane, "John Maynard", preist den Steuermann eines Passagierschiffs, auf dem gegen Ende einer Fahrt Feuer ausbricht. John Maynard bleibt als tragischer Held auf seinem Posten, bis das Schiff das Ufer erreicht. Er rettet so alle, um den Preis seines eigenen Lebens.

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