Beethoven-Sinfonie vor 200 Jahren uraufgeführt Dirk Kaftan dirigiert eine packende Neunte

Bonn · Das Publikum erlebte bei der mitreißenden Aufführung eine tolle Zusammenarbeit von Beethoven Orchester, den Chören der Bonner Oper und des WDR sowie ein ausgezeichnetes Solisten Quartett. Und dann war doch ein höchst ungewöhnlicher Geiger.

 Nemanja Radulović spielte Beethovens Violinkonzert.

Nemanja Radulović spielte Beethovens Violinkonzert.

Foto: Felix von Hagen

Zwei Jubiläen werden in diesem Jahr in Bonn gefeiert: 75 Jahre Grundgesetz und 200 Jahre Beethovens Neunte. In einem sehr lesenswerten Kurz-Essay des Programmheftes zur Aufführung der Sinfonie am Freitag im Opernhaus verwebt Generalmusikdirektor Dirk Kaftan beide Ereignisse durch eine Reihe kluger Gedanken. Ein Beispiel: „Der Klang des Grundgesetzes ist wie der Klang der 9. ein gigantisches Versprechen: Seid umschlungen Millionen! So viel Rechte, kaum Pflichten im Grundgesetz, so viel Glaube an uns, an unsere Fähigkeiten, Verantwortung zu übernehmen.“ Auch die Aufführung selbst ist immer ein Versprechen. Darauf nämlich, ein seit 200 Jahren immer wieder aufgeführtes Werk frisch wie am ersten Tag erklingen zu lassen und Ohren und Herzen der Menschen zu erreichen. Beim letzten Freitagskonzert der Saison haben alle Beteiligten es auf grandiose Weise eingelöst