Programm im zweiten Quartal 2024 Auf diese Lesungen in Bonn dürfen sich Bücherwürmer freuen

Bonn · Begegnung mit Literatur und Literaten: Eine Vorschau auf Bonner Lesungen von April bis Juni. Da geht es historisch zu und lyrisch, aber nie langweilig.

 „Silence“ heißt der Roman, den Al­brecht Selge vorstellt.

„Silence“ heißt der Roman, den Al­brecht Selge vorstellt.

Foto: Gene Glover

Was steht im beginnenden Quartal an Lesungen und Gesprächen in Bonner Buchhandlungen und im Literaturhaus bevor? Hier eine Auswahl, die naturgemäß keinen Anspruch erhebt, vollständig zu sein.

In der Buchhandlung Böttger stellt Raphaela Brüggenthies, Ordensschwester der Benediktinerinnenabtei St. Hildegard in Rüdesheim am Rhein, am Donnerstag, 18. April, ab 20 Uhr ihr Sachbuch „Heilge Schwelle. Der frühe Heine – ein jüdisch-christliches Itinerarium“ vor. Ana Ilievska, Dozentin an der Stanford University (USA) und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Bonner Universität, beleuchtet am Dienstag, 7. Mai, ab 20 Uhr Leben und Werk des slowenischen Dichters Srecko Kosovel (1904-1926). Und bevor der frühere Berkeley-Professor und Goethe-Experte W. Daniel Wilson am 6. Juni in der Weimarer Herzogin Anna-Amalia Bibliothek sein neues Sachbuch „Goethe und die Juden – Faszination und Feindschaft“ vorstellt, ist er mit ebendiesem Werk bereits am Freitag, 31. Mai, ab 20 Uhr zu Gast bei Alfred Böttger.

In der Parkbuchhandlung von Barbara Ter-Nedden wird am Samstag, 20. April, ab 17 Uhr Albrecht Selge seinen Roman „Silence“ präsentieren. Der Bonner Stadtschreiber des Jahres 2022 hat an dem Buch während seiner Zeit in Bad Godesberg geschrieben. Für die zweite Ausgabe ihrer spannenden Veranstaltungsreihe „Graphic Novel auf die Bühne“ wechseln Barbara Ter-Nedden und ihr Team am Sonntag, 12. Mai, in das einen Katzensprung entfernte Bonner Schauspielhaus, wenn ab 18 Uhr die Graphic Novel „Stockhausen – Der Mann, der vom Sirius kam“ interdisziplinär auf großer Leinwand, mit Live-Musik und Vortrag zum Leben erweckt wird. Am Samstag, 8. Juni, besucht der Schriftsteller und Dramaturg John van Düffel die Parkbuchhandlung ab 17 Uhr mit seinem neuen Roman „Das Wenige und das Wesentliche“.

Ein „queeres“ Sittengemälde

Im Buchladen 46 von Holger Schwab ist am Mittwoch, 26. Juni, ab 20 Uhr die Autorin Nicole Seifert zu Gast. In ihrem Buch „Einige Herren sagten etwas dazu“ beschäftigt sie sich mit den Frauen in der Gruppe 47 und eröffnet damit einen ganz neuen Blick auf die Schriftsteller-Treffen und die Nachkriegsliteratur, der bis in die Gegenwart führt. In der Kessenicher Friedenskirche veranstaltet die Buchhandlung Jost am Dienstag, 21. Mai, ab 19.30 Uhr ein Gespräch zwischen der Grünen-Bundestagsabgeordneten Kathrin Uhlig und dem Autor Hendrik Cremer vom Deutschen Institut für Menschenrechte, der sein Sachbuch „Je länger wir schweigen, desto mehr Mut werden wir brauchen“ über die AfD vorstellt.

Das Literaturhaus Bonn hat am Dienstag, 14. Mai, den peruanischen Journalisten, Kulturmanager und Dozenten Juan Carlos Mendez in den Saal im Haus der Bildung (19 Uhr) eingeladen, wo er über seinen bissigen Journalistenroman „Cierre de Edición“ („Redaktionsschluss“) spricht. Mit ihrem Roman „Das glückliche Paar“ wird die irische Schriftstellerin Naoise Dolan am Donnerstag, 20. Juni (19 Uhr), zu Gast im Haus der Bildung sein. Die 1992 in Dublin geborene und derzeit in Berlin lebende Autorin entwirft ein „queeres“ Sittengemälde ihrer Generation. Schließlich wird am Freitag, 28. Juni, die vielfach preisgekrönte Lyrikerin, Übersetzerin und neue Thomas-Kling-Poetikdozentin an der Bonner Uni, Uljana Wolf, ihren aktuellen Gedichtband „Muttertask“ vorstellen; Beginn im Haus der Bildung ist um 19 Uhr.

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