Überwältigende Bilder Jubel für Schönbergs Oper „Moses und Aron“ in Bonn

Bonn · Nach einem beim Publikum durchgefallenen Mozart-Singspiel und einer polarisierenden Verdi-Oper feiert das Bonner Haus nun einen umjubelten Premierenerfolg. Ausgerechnet mit Schönbergs zwölftönigem Bibel-Drama „Moses und Aron“.

 Der Bonner Opernchor in einer Szene aus Arnold Schönbergs „Moses und Aron“.

Der Bonner Opernchor in einer Szene aus Arnold Schönbergs „Moses und Aron“.

Foto: Sebastian Hoppe

Vom Schäfer in idyllisch-barocker Theaterkulisse bis zum Auftritt als Aktionskünstler ist es ein weiter Weg, den der biblische Moses in Lorenzo Fioronis vom Premierenpublikum lautstark gefeierter Bonner Neuinszenierung von Arnold Schönbergs Oper „Moses und Aron“ zurücklegen muss. Ein Weg der Transformation, die unter seelischen Schmerzen geschieht und doch zu keinem wirklichen Ende findet. Und nicht finden kann: Denn das in jeder Hinsicht gewaltige Bühnenwerk ist nie fertig geworden. Nachdem Schönberg von 1930 bis 1932 noch in Berlin die ersten beiden Akte komponiert hatte, ließ er das Werk trotz einer weiteren Phase der Auseinandersetzung mit dem dritten Akt während seiner Emigration schließlich doch unvollendet.