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Bonner Oper: Grieg steht im Mittelpunkt des Familienkonzerts

Bonner Oper: Grieg steht im Mittelpunkt des Familienkonzerts

"In der Halle des Bergkönigs" ist eine der berühmtesten Kompositionen von Edvard Grieg. Sie stand auch beim letzten Familienkonzert der Saison auf dem Programm.

Bonn. "In der Halle des Bergkönigs" ist eine seiner berühmtesten Kompositionen. Zur Schaffensgeschichte von Edvard Grieg, dem norwegischen Nationalkomponisten, passt es da irgendwie, dass er nach seinem Tod im Jahre 1907 in einer Felsenhöhle beigesetzt wurde. "In der Halle des Bergkönigs" stand auch am Schluss des letzten Familienkonzerts der laufenden Saison.

Da hatten Thomas Honickel, Konzertpädagoge in Diensten des Beethoven Orchesters, und seine vielen Mitstreiter bereits das Leben des Tonsetzers Revue passieren lassen, der sich nach seiner Ausbildung in Deutschland daran machte, die Landschaften und die Stimmungen seines Heimatlandes in Töne zu fassen.

Ein norwegischer Tanz und die "Morgenstimmung" aus Griegs "Peer Gynt-Suite", vom Beethoven Orchester feinnervig gespielt, bildeten in der Oper den Auftakt, später folgten noch "Peer Gynts Heimkehr", "Anitras Tanz" und die übrigen Stücke dieses Zyklus'. Griegs Flirt mit der Barockmusik, in Gestalt von zwei Stücken aus der "Holberg-Suite", wurde ebenso thematisiert wie ein Schlaglicht auf sein Liedschaffen geworfen.

Joanna Lissai sang mit schlankem, leicht ansprechendem Sopran "Die kleine Hütte" sowie "Wie bist du doch so schön", und präsentierte im berühmten "Ich liebe dich" die zweite Strophe sogar in Norwegisch.

Der Cellist Grigory Alumyan zauberte den melancholischen Charme des "Intermezzos" herbei, der Jugendchor "Lalelu" sang das entzückende "Fola, fola, Blakken", das bis heute in Norwegens Schulen gesungen wird.

Keiko Nakayama präsentierte den ersten Satz des Klavierkonzertes, und "Bobbys Klassik Choir" (dem ein paar Männerstimmen mehr zu wünschen sind) sang unter anderem "Im Himmel" und die die "Landerkennung".

Darin konnte sich Solist Marco Agostini mit schönem Tenor in Szene setzen. Und Thomas Honickel zeigte sich gleich dreifach sattelfest: als Orchesterleiter, als Chorleiter sowie als Liedbegleiter am Flügel.