„An das Wilde glauben“ im Theater im Ballsaal Bonner Premiere erzählt vom Überleben eines Bärenangriffs

Bonn · Was passiert mit einer jungen Frau, die von einem Bären angegriffen wird - und schwer verletzt überlebt? Die Antwort gibt der autobiografische Roman "An das Wilde glauben", der jetzt im Theater im Ballsaal inszeniert wird. Für wen lohnt sich das Stück?

  Was bedeutet ein Bärenangriff für die eigene Identität? Bettina Marugg (links) und Laila Nielsen bei den Proben zu „An das Wilde glauben“ im Ballsaal.

Was bedeutet ein Bärenangriff für die eigene Identität? Bettina Marugg (links) und Laila Nielsen bei den Proben zu „An das Wilde glauben“ im Ballsaal.

Foto: Fringe Ensemble

Sie ist 29 Jahre alt, als es passiert. Im August 2015, während einer Forschungsreise auf der Halbinsel Kamtschatka. Sie unternimmt eine Bergtour, steigt gerade zurück ins Tal hinab, als plötzlich ein Bär vor ihr steht. So nah, dass sie nicht mehr ausweichen kann. Das Tier greift sie an, beißt ihr ins Gesicht, in den Kopf, ins Bein. Sie wehrt sich mit einem Eispickel, überlebt schwer verletzt – und doch wird nichts mehr so sein wie zuvor. Die Grenzen zwischen dem Bären und ihrer eigenen Identität verschwimmen nach dem Angriff für sie.