TV-Kabarettist in Bonn Christian Ehring lobt im Pantheon die gedruckte Zeitung

Bonn · Kabarettist Christian Ehring mit seinem Solo „Stand jetzt“ im Pantheon. Nach einigen profunden Pointen hält er ein Plädoyer für die gedruckte Zeitung: „Jetzt interessiert mich der Lokalteil.“

Der Kabarettist Christian Ehring im Pantheon.

Der Kabarettist Christian Ehring im Pantheon.

Foto: Meike Böschemeyer

Irgendwann in der zweiten Hälfte des Abends hält Christian Ehring auf der Bühne im ausverkauften Bonner Pantheon eine gedruckte Ausgabe des General-Anzeigers vom Wochenende 25. und 26. Mai hoch. In den kommenden Minuten blättert sich der TV-gestählte Kabarettist (aus den Satiremagazinen „heute-show“ und „extra 3“) durch den GA und hält ein ebenso unaufgeregtes wie eindringliches Plädoyer für die Zeitung in Papierform. „Es gibt viele, die sagen, das wird es in zehn Jahren nicht mehr geben“, so Ehring. Er überfliegt Titelseite, Meinungen, Politik, Wirtschaft (das Feuilleton überblättert er allerdings im Eifer des Gefechts) und Sport. „Jetzt interessiert mich der Lokalteil.“ Fahrradspuren auf der Adenauerallee, lebensrettende KI im Schwimmbad. Dann Todesanzeigen, Leserbriefe, Panorama (dort sind ihm freilich zu wenig entspannende Neuigkeiten aus der Prominentenszene). Ehring hält abermals den General-Anzeiger hoch und tippt auf den dicken Stapel Papier: „Sie brauchen kein Handy, kein Endgerät, der ganze Content ist da drin. Sie können abends auch alles an jemanden weitergeben, ganz ohne Zugangsdaten. Die gedruckte Zeitung hat ihre Vorteile.“