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Der Butler schützt die Heimlichtuer

Der Butler schützt die Heimlichtuer

Premiere im Tenten-Haus: Die Schauspielgruppe "Die Glorreichen 7" führen die Komödie "In geheimer Mission" auf - Zuschauer amüsieren sich königlich

Bonn. "Und erhol'' Dich gut, mein Schatz", ruft der amerikanische Botschafter Harry Douglas alias Markus Wetz seiner Gemahlin (Uschi Vollmer) nach. Die verlässt gerade das gemeinsame Wochenendhaus, um sich in einer Schönheitsfarm verwöhnen zu lassen. Auch Töchterchen Debbie (Annette Lichtenberg) gibt vor, eine Freundin zu besuchen.

Der Botschafter freut sich. Jetzt hat er das Haus ein ganzes Wochenende lang für sich allein. Seine Geliebte (Andrea Hoffmann) natürlich nicht zu vergessen! Doch schon bald kreuzen dort die Tochter samt Freund (Jan Ewe) auf, denn auch der Botschafter hatte vorgegeben, übers Wochenende zu verreisen.

"In geheimer Mission" lautet der Titel des Theaterstücks von Michael Parker, das die Theatergruppe "Die Glorreichen 7" in der Cafeteria des Tenten-Hauses der Begegnung in sieben schon ausverkauften Vorstellungen präsentieren. Am Freitagabend war Premiere.

Das Stück, für das die Schwarzrheindorfer Laienschauspieler rund ein halbes Jahr geprobt hatten, lebte vor allem von den Heimlichkeiten der Familienmitglieder voreinander, die zu grotesken Situationen führten und damit immer wieder für Lacher im Publikum sorgten.

Schlüsselfigur war der überaus englische Butler Perkins (Janne March): "Sie können auf meine absolute Diskretion zählen", sicherte er vornehm und steif jedem der Familie zu. Und selbst beim Anblick des Botschafters im Tarzankostüm verzog er keine Miene.

Das Erscheinen von Captain South (Gregor Schliemann) und Douglas schusseliger, lispelnder Sekretärin (Bettina Rütten) steigerte die Turbulenzen nochmals. Dem Publikum gefiel die Bouevard-Komödie ganz offensichtlich, denn es belohnte die Schauspieler mit lautstarkem Applaus.

"Sehr amüsant" fand zum Beispiel die Rheindorferin Erika Wilhelmi das Theaterstück, das sie zusammen mit ihrer Tochter besucht hatte. Auch Bernd Rohloff aus Rheinbach, der die Gruppe schon einmal vor zwei Jahren gesehen hatte, war von dem Stück begeistert: "wegen der vielen witzigen Situationen."