Kammerkonzert des BOB Ein Fokus auf Beethovens kecken Humor

Bonn · Das Beethoven Orchesters Bonn hat sein drittes Montagskonzert gespielt. Auch „Beethovens kleiner Bruder“ kam dabei vor.

 Das Orchester bei seinem Konzert im Beethoven-Haus.

Das Orchester bei seinem Konzert im Beethoven-Haus.

Foto: Tilmann Böttcher

Kammermusizierende Mitglieder des Beethoven Orchesters Bonn (BOB) begaben sich zu ihrem dritten Montagskonzert auf Entdeckungsreise: Mit dem Oktett op. 7 von August Walter (1821 bis 1896) haben sie sich eines Werkes angenommen, das, 1849 erstmals aufgeführt, durchaus Aufnahme ins ohnehin schmale Repertoire für diese Besetzung verdient hätte. Als „Beethovens kleinen Bruder“ bezeichnete Orchesterdramaturg Tilmann Böttcher den Louis Spohr-Schüler Walter, der mit seinem Oktett für je vier Streicher (Violine, Bratsche, Violoncello und Kontrabass) und Bläser (Horn, Fagott, Klarinette und Oboe) ein durchweg vergnügliches Opus geschaffen hat. Es zeichnet sich, wiewohl musikästhetisch keineswegs progressiv, durch ein recht eigenes, teils sehr humorvolles Idiom mit charmanten Wendungen aus. Lustvoll wurde dies von den Musikerinnen und Musikern des BOB in Szene gesetzt, wobei Ieva Andreeva die stets prominente Violinstimme mit virtuoser Verve versah.