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Haus der Springmaus in Bonn: Endlich live in Endenich

Haus der Springmaus in Bonn : Endlich live in Endenich

Das Haus der Springmaus geht wieder an der Start. An diesem Freitag stehen die Kollegen live auf der Bühne. Und es ist noch einiges mehr geplant.

 Endlich wieder spielen, endlich wieder in lachende Gesichter blicken, endlich wieder improvisieren und gute Laune verbreiten – kurzum, endlich wieder Springmaus sein. Das Endenicher Kleinkunsttheater hat wie alle anderen Bonner Kultureinrichtungen die vergangenen anderthalb Jahre durchgehalten und will nun zusammen mit dem hoffentlich zahlreich kommenden Publikum nach vorne blicken. Im August verlassen sich die Springmäuse dabei auf sich selbst. Und auf ihre Eigenproduktionen.

Normalerweise sind die Programme aus dem eigenen Stall für das Haus der Springmaus eine sichere Bank. Vor allem die „Kollegen“ mit Andreas Etienne, Michael Müller und Cosima Seitz haben Kultstatus. Einmal mehrt tummelt sich das Trio im Biotop der Platzhirsche und der Amtsschimmel, offenbart die Diversität der Schul-Fauna und die morbiden Absprachen mancher Aasgeier. Dabei werden die drei schon mal bös – und das ist gut so. Spaß macht so ein Abend allemal, und wer weiß schließlich, wie oft sich noch die Gelegenheit dazu bietet. Immerhin soll „Das Ende der Schonzeit“ angeblich das letzte Kollegen-Programm werden. Andererseits hat Michael Müller schon vor zwei Jahren darauf hingewiesen, dass Totgesagte bekanntermaßen länger leben. Insofern kann man noch hoffen. Auf jeden Fall stehen die Kollegen am 13. und 14. August auf der Bühne.

Dieter Nuhr kommt in den Kulturgarten

Ebenfalls schon im August startet das Springmaus Improvisationstheater mit ihrer Sommer-Show. Was dort genau geschieht, kann keiner vorhersagen, immerhin bestimmen die Gäste maßgeblich über den Verlauf des jeweiligen Abends. Hinzu kommt, dass die Gruppe etliche neue Mitglieder gewonnen hat, die sich erst noch beweisen wollen. Dazu bekommen sie im Comedy-Cup die Gelegenheit, einem neuen Format, in dem Veteranen wie Gilly Alfeo oder Paul Hombach gegen Neulinge wie Leonie Houber, Robin Kuhn oder Diana Birk antreten und in dem das Publikum sowohl Regisseur als auch Jury ist.

Ergänzt wird das muntere Treiben durch das Bioökonomie-Infotainment-Programm „Wer im Treibhaus sitzt“ mit Susanne Pätzold und Michael Müller sowie den Beethoven-Abend „Ludwig! Jetzt mal unter uns“, den Andreas Etienne ursprünglich für das Jubiläumsjahr erdacht hatte, aber bisher kaum aufführen konnte. Für die musikalische Untermalung sorgen Violinistin Lisa Schumann und Pianist Darko Kostovski sowie Sänger und Ehren-Springmaus Christoph Scheeben. Außerdem kommt Dieter Nuhr, der dem Haus der Springmaus seit Jahren treu ist, als einziger auswärtiger Künstler in diesem Monat: Er spielt im Kulturgarten, der schlichtweg mehr Platz bietet.