Falladas Klassiker in der Brotfabrik inszeniert

Das Leben könnte so schön sein für Johannes Pinneberg (Philip Schlomm) und seine Freundin Emma Mörschel (Lisa Bihl), genannt "Lämmchen". Das junge Paar ist verliebt und erwartet ein Kind.

 Philip Schlomm und Lisa Bihl als tapferes Paar.

Philip Schlomm und Lisa Bihl als tapferes Paar.

Foto: Brotfabrik

Bonn. Das Leben könnte so schön sein für Johannes Pinneberg (Philip Schlomm) und seine Freundin Emma Mörschel (Lisa Bihl), genannt "Lämmchen". Das junge Paar ist verliebt und erwartet ein Kind.

Da jedoch das Überleben zu Zeiten der Weltwirtschaftskrise nicht schön ist, sondern hart, schickt Hans Fallada, dessen Roman "Kleiner Mann, was nun?" 1932 erschien, seine Helden auf den Weg nach unten. Einen einfachen Angestellten, der sich verzweifelt gegen den sozialen Abstieg wehrt, aber dabei ehrlich bleiben will.

Termine und Tickets: Auch am 19. und 20. November, 20 Uhr, in der Brotfabrik. Karten unter der Telefonnummer: (02 28) 42 13 10.Und seine Frau, deren Licht immer heller strahlt, je düsterer die Zukunft aussieht. Die freie Theatergruppe Off Entertainment hat aus der literarischen Vorlage einen ebenso unterhaltsamen wie vor allem auch berührenden Abend über das Streben nach Glück gemacht, an dem sich die gespielten Szenen mit persönlichen Geschichten der Darsteller aus dem Chor abwechseln.

Wobei die Inszenierung von Stefan Herrmann nicht nur die Frage stellt, ob sich ein Leben nach dem persönlichen Einkommen und den dazu gehörenden Statussymbolen bemessen lässt, sondern auch Antworten darauf findet. Nicht eine, sondern viele - so individuell wie die Erzähler selbst und daher auch genau so glaubwürdig.

Auch Pinneberg und sein Lämmchen lassen sich nicht einfach unterkriegen. Und obwohl Fallada, wie es scheint, mit seinen jungen Helden keine Gnade kennt, haben sie doch in jedem Fall einen Verbündeten. Das Publikum, das ihnen ganz zu Recht applaudieren wird.

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