Quartalsprogramm des Literaturhauses Bonn Gespräche über das Leben als Kunst

Bonn · Mit Beginn des neuen Jahres stellt auch das Literaturhaus Bonn sein Programm für das erste Quartal vor. Dieses verspricht mit regionalen, nationalen und internationalen Autoren Einblicke in die Vielfalt gegenwärtiger Literatur.

 Clemens J. Setz liest am 27. Januar im Arithmeum.

Clemens J. Setz liest am 27. Januar im Arithmeum.

Foto: dpa

Den Auftakt macht Angela Steidele am Dienstag, 19. Januar, im Otto-Deiters-Hörsaal der Anatomie, Nussallee 10. Ab 19.30 Uhr liest sie aus ihrem Erstlingsroman "Rosenstengel", der auf der Grundlage historischer Begebenheiten beruht. Im Zentrum des Werks stehen die Geschehnisse um Franz Carl Müller. Der Leibarzt König Ludwigs II. von Bayern entdeckte im Geheimen Staatsarchiv zu Berlin die Geschichte von Catharina Linck. Diese schlug sich unter dem Namen Anastasius Rosenstengel als Mann, Prophet sowie Soldat durch und lebte dabei in ähnlichen Fantasiewelten wie das königliche Oberhaupt. Am medizinhistorisch einschlägigen Ort spricht die Autorin mit Bettina Böttinger laut Ankündigung über "Wahnsinn als Wahrheit, Wissenschaft als Dichtung und das Leben als Kunst".

Am Freitag, 22. Januar, ist Steffen Popp zu Gast bei Marion Poschmann. Ab 19.30 Uhr stellt die derzeitige Thomas-Kling-Poetikdozentin den Dichter im "Gespräch über Pilze" vor. Dabei trägt der gebürtige Greifswalder auch aus seinem dritten Gedichtband "Dickicht mit Reden und Augen" vor. Mit seinem Liebesroman "Die Stunde zwischen Frau und Gitarre" wird Clemens J. Setz am Mittwoch, 27. Januar, ab 19.30 Uhr im Arithmeum sein (Moderation: Angela Leinen). Das Werk des Grazers erzählt von Fürsorge, Besessenheit, Wahn und Rache.

Zum Beginn der neuen, von der Regionalvertretung der Europäischen Kommission in Bonn initiierten Reihe "Literatour d'Europe", stellt das Literaturhaus Bonn einen Schriftsteller aus den Niederlanden vor. Daan Heerma van Voss machte mit Veröffentlichungen wie dem Essay "Een verkate reis" ("Eine verspätete Reise") auf sich aufmerksam. Der junge Autor spricht zusammen mit dem Bonner Übersetzer Gregor Seferens um 19.30 Uhr im Café Liebeslesen.

Böse, komisch und aktuell ist der neue Roman von Karen Duve, aus dem sie am Donnerstag, 25. Februar, im Saal im Haus der Bildung liest. In "Macht" wagt die Autorin einen Blick in das Jahr 2031. Eine Zukunft, in der Pillen ewige Jugend geben, Frauen die Regierung an sich gerissen haben und heute absehbare Klima- und Umweltkatastrophen eingetreten sind. Moderiert wird der Abend von Judith Merchant. Das regionale Autorenforum "Von hier aus" feiert seinen Auftakt am Mittwoch, 2. März, um 19.30 Uhr. Moderator David Eisermann begrüßt im Haus der Bildung Marlies Förster und Ulrich Meyer-Doerpinghaus.

Es ist ein Roman, der als Bestseller um die Welt ging: "Der Fall Meursault - Eine Gegendarstellung". Am Montag, 14. März, liest und spricht Kamel Daoud ab 19.30 Uhr im Rahmenprogramm der Ausstellung "Unter Druck!" im Haus der Geschichte. Mit seinem Werk reagiert der Algerier auf Albert Camus' Roman "Der Fremde" (Moderation: Almuth Voß). Das Programm des ersten Quartals schließt Joanna Bator mit einer Lesung aus ihrem Roman "Dunkel, fast Nacht". Die Veranstaltung am Montag, 21. März, 19.30 Uhr, im Haus der Bildung wird von Brigitte Pütz moderiert.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort