Oper Bonn: Mark Daniel Hirsch verabschiedet sich mit „Don Carlo“ Heimspiel mit Verdi

Bonn · Seit 1997 ist Mark Daniel Hirsch an der Bonner Oper. Er inszeniert und betreut Produktionen anderer Kollegen. Bevor er sich zum Ende der Saison in den Ruhestand verabschiedet, hat er noch einmal einen großen Auftritt als Regisseur.

 Szene aus Mark Daniel Hirschs Inszenierung von Verdis "Don Carlo".

Szene aus Mark Daniel Hirschs Inszenierung von Verdis "Don Carlo".

Foto: Thilo Beu

Man könnte von Giuseppe Verdis Oper „Don Carlo“ von einem „work in progress“ sprechen. Nach der wenig erfolgreichen Uraufführung der französischsprachigen Fassung mit fünf Akten 1867 in Paris sollte der Komponist die Partitur seines gewaltigen Musikdramas in den nächsten 20 Jahren immer wieder mal auf den Schreibtisch legen. Er reduzierte sie für Mailänder Bedürfnisse auf vier Akte, später legte er erneut eine fünfaktige Fassung vor, diesmal – wie zuvor schon die vierte – in italienischer Sprache.