Geschmuggeltes Bild aus Bundeskunsthalle versteigert „Die Künstlerin wird bestimmt Geschichte schreiben“

Bonn · Die 26-jährige Jurastudentin Danai Emmanouilidis ist berühmt, seit sie eines ihrer Bilder in eine Ausstellung der Bundeskunsthalle in Bonn eingeschmuggelt hat. Am Donnerstag wurde das Kunstwerk in Köln versteigert.

 Vor dem Bietergefecht: Danai Emmanouilidis mit ihrem Bild „Georgia“.

Vor dem Bietergefecht: Danai Emmanouilidis mit ihrem Bild „Georgia“.

Foto: Sarah Remsky

Die Anspannung ist groß, vor allem bei Danai ­­Emmanouilidis, der 26-jährigen Jurastudentin, die durch ein eingeschmuggeltes Bild in die Ausstellung „Wer wir sind“ der Bundeskunsthalle Berühmtheit erlangt hat. Das Medieninteresse ist riesig, gleich mehrere Kamerateams reißen sich um die junge Künstlerin, die geduldig und auch noch bei der 30. Nachfrage, wie sie sich fühle, mit einem lieben, schüchternen Lächeln sagt: „Ich bin schrecklich nervös“, besonders jetzt, wo es mit Riesenschritten auf die Auktion ihres kleinen Gemäldes „Georgia“ zugeht, das sie als illegalen Kunst-Einwanderer unter dem Pulli in die Ausstellung über Migration einschmuggelte, platzierte, und das in 30 Minuten beim Kölner Auktionshaus Van Ham unter den Hammer kommt.