„Internationales Frauenfilmfestival“ in Köln und Dortmund Horror, Fußball und Mörderinnen

Bonn/Köln · Am 16. April beginnt in Köln und Dortmund das „Internationale Frauenfilmfestival“. Wie weit ist die Branche in Sachen Gleichberechtigung gekommen? Studien zeigen: nicht weit genug. Ein Gespräch mit Festivalchefin Maxa Zoller, die im Ahrtal aufgewachsen ist.

Eine junge Frau zwischen Mut und Verzweiflung: Der Spielfilm „Ellbogen“ eröffnet das diesjährige Frauenfilmfestival.

Eine junge Frau zwischen Mut und Verzweiflung: Der Spielfilm „Ellbogen“ eröffnet das diesjährige Frauenfilmfestival.

Foto: jip film & verleih/Massimo DiNonno

Die Mutter schreit ihr Vorwürfe entgegen: „Warum hast du dich nicht mehr angestrengt?“ Die Enttäuschung sitzt tief, der Frust ebenso. Dabei hat Hazal unzählige Bewerbungen geschrieben – und auf keine davon eine Antwort erhalten. Wo ist ihre Zukunft, wo eine Perspektive fürs Leben? Hazal fühlt sich an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Was Freiheit für sie bedeutet? Kopf aus, Herz an, ab auf die Tanzfläche. So lautet zumindest der überschwängliche Plan an ihrem 18. Geburtstag. Doch selbst der Weg in den Club bleibt ihr verwehrt, in der Schlange macht der Türsteher mehr als deutlich: Du gehörst hier nicht hin. Auf dem Heimweg eskaliert Hazals Ausweglosigkeit, ein Mensch stirbt.