Direktorin des Kölner Stadtarchivs Bettina Schmidt-Czaia “Von denen, die den Einsturz erlebt haben, sind kaum noch welche da“

Interview | Köln · 15 Jahre nach dem Einsturz des alten Gebäudes am 3. März 2009 kann das Kölner Stadtarchiv endlich wieder offen für alle sein. Archivdirektorin Bettina Schmidt-Czaia erzählt von den ersten Erfolgen im neuen Haus – und davon, wie präsent die Folgen der Katastrophe noch sind.

 Integriert ins Historische Archiv der Stadt Köln ist seit 2023 das Rheinische Bildarchiv (RBA, hier der Lesesaal im Archiv-Neubau).

Integriert ins Historische Archiv der Stadt Köln ist seit 2023 das Rheinische Bildarchiv (RBA, hier der Lesesaal im Archiv-Neubau).

Foto: picture alliance/dpa/Oliver Berg

Vor 15 Jahren stürzte das Kölner Stadtarchiv an der Severinstraße binnen weniger Augenblicke in sich zusammen; zwei Menschen starben, eine Überlebende beging später Suizid, Zigtausende wertvolle Archivalien wurden verschüttet und schwer beschädigt. 2021 eröffnete der Neubau des Hauses am Eifelwall. Die Historikerin Dr. Bettina Schmidt-Czaia ist seit 2006 Leitende Archivdirektorin der Institution. Werner Grosch sprach mit ihr darüber, wie sie selbst, die historischen Schätze und die Besucher sich im neuen Haus eingelebt haben.