Provokation, Blödelei und investigative Recherche Wie das Prinzip Böhmermann funktioniert

Analyse | Düsseldorf · Investigative Recherchen, kalkulierte Shitstorms und jetzt auch noch ESC-Pläne: Jan Böhmermann ist aus den Medien nicht mehr wegzudenken. Der Grund ist letztlich ganz simpel.

Für die einen liefert er hervorragende Unterhaltung, die anderen sind von ihm genervt: Jan Böhmermann.

Für die einen liefert er hervorragende Unterhaltung, die anderen sind von ihm genervt: Jan Böhmermann.

Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Zumindest dieser Definition nach wäre Jan Böhmermann das: ein deutscher Comedian, ein humoristischer Unterhaltungskünstler. Der sich höchstwahrscheinlich über diese Zuordnung schon wieder selbst lustig machen würde. Und es stimmt auch nicht, es wird ihm nicht gerecht, nicht allein jedenfalls. Jan Böhmermann, 42 Jahre alt, ist gelernter Lokaljournalist und Radiomoderator, gescheiterter Student, erfolgreicher TV-Autor, preisgekrönter Produzent und Late-Night-Talker; er singt, tanzt, schauspielert – und er nervt.