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Konzert im E-Werk: Jimmy Eat World sorgt für Gänsehaut in Köln

Konzert im E-Werk : Jimmy Eat World sorgt für Gänsehaut in Köln

Die US-Band Jimmy Eat World fühlt sich in Köln wie zu Hause. Nach einem halben Jahr war sie wieder einmal da und gastierte im E-Werk.

Kein Jahr ist es her, dass Jimmy Eat World in Köln zu Gast waren. Sie sind gern hier: Schließlich hatten die vier Musiker aus Arizona, wie Sänger und Gitarrist Jim Adkins am Sonntag im E-Werk erzählte, in der Rheinmetropole ihren ersten Auftritt auf europäischem Boden überhaupt. Dementsprechend spielfreudig zeigten sie sich und beglückten all die Fans, die es im September 2016 Jahr nicht ins deutlich kleinere Underground nach Ehrenfeld geschafft hatten, mit einer schönen Mischung aus ihrem mehr als 20-jährigen Schaffen.

Vor allem die Stücke ihres 1999 erschienenen Drittwerks „Clarity“, mit dem die Band ihren Status als einer der Hauptakteure der damaligen Emo-Rock-Welle zementierte, und des – kommerziell sehr erfolgreichen – Nachfolgers „Bleed American“ schüttelte die Band locker aus dem Ärmel, als wären seitdem keine knapp 20 Jahre vergangen. Textzeilen wie das von Tom Linton gesungene „The west coast has been traumatized, and I think I'm the only one, still alive“ aus „Blister” vermögen immer noch Gänsehautmomente zu schaffen.

Das ist etwas, was die Band vielen ihren Genre-Kollegen von damals heute wie früher schon voraus hat: Die Emotionen, die sie seit nunmehr neun Alben kreiert und in wunderschöne Melodien verpackt, haben eine viel längere Haltbarkeit, weil sie selten auf alterstypische Probleme und Fragen abzielen. Da ist es naturgemäß einfacher, auch in seinen 40ern, in denen sich die Mitglieder von Jimmy Eat World nun befinden, authentisch rüberzukommen.

Da lösen das Versprechen Adkins', dass sie weiterhin neue Lieder schreiben werden, und die Gewissheit, dass Jimmy Eat World dementsprechend noch einige Male auch auf den Bühnen Kölns zu sehen sein werden, gleich noch mehr Vorfreude auf den nächsten Auftritt aus.