"Kultur im Hof" Just for Fun und listen here...! boten ein abwechslungsreiches Repertoire

RHEINBACH · Gleich zwei Mal wurden am Wochenende wieder Konzerte in der Reihe "Kultur im Hof" im Himmeroder Hof geboten. Am Freitagabend begeisterte Just for Fun mit mitreißenden Cover-Songs und am Sonntagvormittag erfreute die Kölner Band listen here...! mit erfrischenden Interpretationen.

 Hinhören und Spaß haben: Die Band listen here...! und trat im Himmeroder Hof auf.

Hinhören und Spaß haben: Die Band listen here...! und trat im Himmeroder Hof auf.

Foto: WOLFGANG HENRY

Just for Fun: Spaß pur bei ungezwungenen Gesprächen und mitreißenden Cover-Songs namhafter Rock- und Bluesgrößen: Die Band "Just for Fun" machte ihrem Namen alle Ehre und bescherte dem Publikum von "Kultur im Hof" sichtlich Vergnügen. Bürgermeister Stefan Raetz versprach den Gästen, die dicht gedrängt im Himmeroder Hof Platz gefunden hatten, nicht umsonst einen musikalisch aufgeheizten Abend bei ohnehin schon subtropischen Temperaturen.

Bei Hits von Alanis Morissette oder Eric Claptons "Change the world" ging es richtig ab. Aber auch Gänsehaut-Effekte erzielte die Band, etwa mit BAPs "Do kanns zaubere". Aktuelle und melancholische Akzente setzte die Band mit Jupiter Jones' "Still" - um dann wieder voll aufzudrehen. Und das immer unverkennbar nah am Original und dabei doch mit ganz eigener Note. Der Stilmix aus Rock, Pop und Blues begeisterte mehrere Generationen und Gäste aus Kultur, Politik und Wirtschaft.

Einmal mehr hat "Kultur im Hof"-Organisator Erich Marschall einen stimmungsvollen Sommerabend im Hof inszeniert und ein Händchen für die passende Auswahl mitreißender Bands aus der Region bewiesen.

Listen here...!: Passend zum sonnigen Wetter startete die Band listen here...! aus Köln ihr vielfältiges Programm mit dem Song "Sunny", den Sängerin Gisela Peters den zahlreichen Zuhörern mit einer beschwingenden Leichtigkeit präsentierte. Die Band besteht eigentlich aus sechs Mitgliedern, trat diesmal aber in kleiner Besetzung als Quartett auf. Am Schlagzeug überzeugte Rolf Grommes durch seine mitreißenden Beats.

Für einen klangvollen, satten Sound sorgten Hans Günther Adam am Keyboard und Jürgen Schockmann an der Gitarre. Grommes und Peters hatten die Gruppe, die deutschlandweit und im näheren Ausland unterwegs ist, 2001 zusammengeführt. Eine Besonderheit ist, dass zu ihrem abwechslungsreichen Repertoire auch klassische Jazzstücke mit Texten von Schockmann in kölscher Mundart gehören.

Außerdem ist bemerkenswert, dass sich die Musiker nicht zum Einüben der Stücke treffen: "Unsere Band besteht aus Profimusikern, wir proben nie", sagte Grommes. Mit gefühlvollen Balladen, erdigen Rhythmen sowie fetzigem Boogie und Rock 'n' Roll, Latin, heißen Soulklassikern und Stücken in kölscher Mundart begeisterte listen here...! das Publikum. Sängerin Peters glänzte durch ihre eleganten und stimmgewaltigen Interpretationen.

Die Zuhörer bedankten sich mit kräftigem Applaus und pfiffen für die erfrischenden Arrangements des Quartetts. "Wichtig ist, dass die Musik Drive hat", meinte Zuhörerin Marie-Theres Seiler (66). Ihre Freundin Ingeborg Tiffe (67) war zum ersten Mal bei einem Konzert von "Kultur im Hof". "Am schönsten ist es, alte Songs zu hören, die man schon kennt", fand sie.

Weiter geht es in der Reihe "Literatur im Takt" am heutigen Dienstag, 6. August, mit einer "Reise um den Tag in 80 Welten: Julio Cortazar" um 19 Uhr und in der Reihe "Kultur im Hof" am kommenden Freitag, 9. August, mit Kultsongs der 60er und 70er Jahre von "After Midnight" um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Johnny Cash hätte es gefallen
Konzert in der Harmonie Bonn Johnny Cash hätte es gefallen
Aus dem Ressort