Lanxess Arena in Köln Justin Bieber bleibt braver Bengel - 13.000 kreischende Teenies

Köln · Der Bengel als Engel: Mit großen Flügeln schwebt Justin Bieber am Anfang seiner Show auf die Bühne - in Köln sogar beinahe pünktlich. So brav war er in jüngster Zeit nicht immer.

 Justin Bieber ließ die Westfalenhalle in Dortmund mehr als zweieinhalb Stunden warten. In Köln war er gnädiger. Foto: Caroline Seidel

Justin Bieber ließ die Westfalenhalle in Dortmund mehr als zweieinhalb Stunden warten. In Köln war er gnädiger. Foto: Caroline Seidel

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Mädchenschwarm Justin Bieber hat sein Konzert in Köln brav und beinahe pünktlich über die Bühne gebracht. Mit diesmal nur gut 20 Minuten Verspätung begann Bieber am Samstagabend sein Konzert vor 13.000 kreischenden Teenagern in der Lanxess-Arena.

Am Vortag in Dortmund hatte der Jungstar (19) seine 8500 Fans, unter ihnen viele Kinder, mehr als zweieinhalb Stunden warten lassen. Als das Dortmunder Konzert gegen 22.00 Uhr anfing, waren schon viele Eltern da, um ihre Sprösslinge abzuholen. Auch Biebers Konzert in Berlin am 31. März hatte mit größerer Verspätung begonnen.

Bieber, Kanadier mit Vorliebe für Affen, bekam in Dortmund dennoch nur wenige Buhrufe zu hören, als es endlich losging. Manche Teenager unter 16 hatten sich schon Sorgen gemacht, dass sie die Halle vor dem Konzert verlassen müssten. Mussten sie aber nicht. Wer dennoch ging, konnte sich das Geld zurückgeben lassen. Schätzungsweise einige Hundert Besucher hätten davon Gebrauch gemacht, sagte Fred Handwerker, dessen Agentur die beiden Konzerte organisiert hatte. "Die Kosten reichen wir weiter an das US-Tour-Management."

Sowohl in Köln als auch in Dortmund hatten viele Mädchen schon Stunden vor dem Konzert vor den Türen gewartet. "Schön anzusehen, wenn ein Rolling-Stones-Vater mit seinen halbwüchsigen Töchtern vor der Halle campieren muss", sagte der Sprecher der Lanxess-Arena, Tomasz Grenke. Einige ausdauernde Mädchen hätten sich schon am Donnerstag vor der Arena postiert.

Den meisten Fans in Dortmund war die Verspätung egal. Sie freuten sich über Justin und den verlängerten Ausgang. Eltern, die als Abholer kamen, durften kostenlos in die Halle. Und spätestens als der 19-Jährige auf der Bühne sein weißes Feinripp-Unterhemd auszog, schmolzen manche Mädchen dahin. "Der absolute Hammer ohne sein Oberteil", hauchte eine junge Zuschauerin.

Andere beschwerten sich allerdings im Internet über den Ablauf in Dortmund. Auf dem Online-Portal derwesten.de kritisierte eine BeateBerger: "Es ist 21.45 Uhr und das verwöhnte Kind aus Kanada steht immer noch nicht auf der Bühne. Beginn war 18.30 Uhr. Keine Infos in der Halle. Die ersten gehen schon. Bei Ticketpreisen bis 160 Euro ja wohl echt ein Skandal." Ein Vater sprach von einer "bodenlosen Frechheit".

Bei seiner Anreise nach Berlin hatte Bieber auf sein Kapuzineräffchen Mally verzichten müssen. Der deutsche Zoll hatte das Tier zuvor am Münchner Flughafen beschlagnahmt, da wichtige Papiere fehlten. Mally kam ins Tierheim.

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