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Katholisch-Soziales Institut Seelhof: Katrin Simon und Peter Bortfeldt musizierten beim "Festlichen Jahreswechsel"

Katholisch-Soziales Institut Seelhof : Katrin Simon und Peter Bortfeldt musizierten beim "Festlichen Jahreswechsel"

Mit Klangvariationen ins neue Jahr. Im Katholisch-Sozialen Institut (KSI) gab es ein Zusammenspiel zweier sehr unterschiedlicher Harmonie-Instrumente. Katrin Simon und Peter Bortfeldt loteten bei ihrem Konzert, das zum Programm "Festlicher Jahreswechsel" des KSI gehörte, den spannenden Zusammenklang von Klavier und Gitarre aus.

Ein musikalisches Erlebnis, das vom Publikum mit reichlich Applaus goutiert wurde. Dabei gefiel besonders die sensible Interpretation der Klavierwerke, die original und als Transkription für Gitarre erklangen. Das reichte von Schubert über Beethoven bis zur "Fantasia", dem jüngsten Werk des Programms, das der Schweizer Komponist Hans Haug (1900-1967) Mitte des 20. Jahrhunderts eigens für Klavier und Gitarre geschaffen hatte. Knapp zehn Minuten, in denen die beiden Künstler noch einmal zum Abschluss ihr ausgereiftes technisches Können unter Beweis stellten.

Katrin Simon, die in Selhof lebt, konzertierte dabei auf einer 85 Jahre alten Weißgerber-Gitarre, der Stradivari unter den Gitarren. Wie der Pianist Peter Bortfeldt studierte auch Simon an der Folkwang-Hochschule in Essen. Nach dem staatlichen Musiklehrerexamen folgte die künstlerische Reifeprüfung. Katrin Simon besuchte mehrere Meisterkurse und war bei Wettbewerben erfolgreich. Als Solistin und als Partnerin mehrerer Kammermusikensembles erwarb sie sich mit ihrem musikalischen Format im In- und Ausland Renommee.

Auch beim Konzert im KSI kamen Klangfarbe und Klangschönheit im Zusammenspiel mit Peter Bortfeldt besonders zur Geltung. Der Dozent der Musikhochschule Köln ist auf vier Kontinenten musikalisch unterwegs. So leitet er auch Meisterkurse "Deutsches Lied" in Deutschland und China und spielte sogar schon für das japanische Kaiserpaar in Beethovens Geburtshaus. Die mehr als 200 Zuhörer im KSI genossen das Spiel des Duos und tauchten ab in eine besondere Klangsphäre.

Das Menuett von Franz Schubert aus der Klaviersonate op. 78 erklang in der Transkription von Francisco Tárrega (1852-1909), einem spanischen Komponisten. Als er als Achtjähriger das Gitarrenspiel erlernte, wurde es gerade vom Klavier zunehmend verdrängt, und so widmete sich der musikalische Junge ebenfalls diesem Instrument.

Mit 17 Jahren erwarb Tárrega vom berühmten Gitarrenbauer Antonio de Torres eine Gitarre, die sich von bisherigen Modellen unterschied. Sie war lauter und klangvoller und bildete die Grundlage für Tárrega, der das Gitarrenspiel revolutionierte.

Er schloss Freundschaft mit den berühmten Komponisten Enrique Granados und Isaac Albeniz, von denen er Stücke für Gitarre umschrieb. Im KSI waren "Oriental" aus "Danzas Espanolas" von Granados und "Asturias" aus der Suite "Espanola" des Komponisten Albeniz zu hören, wobei es sich bei dem hochvirtuosen Stück "Asturias" um eine eigene Bearbeitung von Katrin Simon handelte. Joaquin Malats, ein Zeitgenosse und Landsmann dieser musikalischen Berühmtheiten, galt selbst als Wunderkind. Von ihm erklang die "Serenata Espanola".