Kinder nehmen in Janoschs Welt Platz

TROISDORF · "Das Janosch-Universum. Janosch zum 80. Geburtstag": Zum 80. Geburtstag des Künstlers verwandelt sich das Bilderbuchmuseum Troisdorf in eine fantastische Landschaft.

Greta ist heute der Kleine Tiger. Mit strahlendem Gesicht zieht sie einen Korb auf Rollen hinter sich her und geht gemeinsam mit Maja, dem Kleinen Bär, "Pilze finden". Die beiden Erstklässler waren gestern die Ersten, die in den Genuss der neuen Mitmachausstellung im Bilderbuchmuseum Troisdorf kamen.

"Das Janosch-Universum. Janosch zum 80. Geburtstag" heißt der Spaß, der offiziell ab Sonntag, 14 Uhr, in mehreren Räumen in lebensgroßer, bespielbarer Kulisse auf Entdecker wartet. "Es hat großen Spaß gemacht, das Haus von Bär und Tiger, ihr Boot, die große Manege und die vielen anderen Elemente nachzubauen", sagt Masoud Sadedin, einer der Künstler, die sich seit Monaten mit den farbenprächtigen Bauten im Stil des "Vaters der Tigerente" beschäftigt haben.

In der Werkstatt von Tor Michael Sönksen werkelte auch Rolf Mallat mit am farbenfrohen und detailverliebten Janosch-Universum. "Wir haben viele Arbeiten aus der Dauerleihgabe der Janosch film & medien AG bekommen. So können wir einen Querschnitt aus verschiedenen Schaffensperioden des Illustrators zeigen", freut sich Pauline Liesen, stellvertretende Museumsleiterin und Kuratorin der Ausstellung.

Neben den berühmten Bilderbuchoriginalen zu "Oh, wie schön ist Panama" aus dem Jahr 1978 oder "Post für den Tiger", entstanden 1980, hängen an den Wänden auch Illustrationen aus dem Frühwerk des Autors wie "Das Auto hier heißt Ferdinand", gezeichnet 1964. "Schon seit 1960 gehört Janosch als Bilderbuchgrafiker, Erfinder von Kinderreimen, Bildergeschichten, Comics und Erzählungen meist fantastischer Natur zu den einfallsreichsten und produktivsten Kinderbuchmachern im deutschsprachigen Raum", so Liesen.

Janosch, geboren als Horst Eckert, wäre von der Ausstellung im Bilderbuchmuseum an der Burg Wissem bestimmt begeistert: Nicht nur die Hütte von Bär und Tiger, auch der Wanderstock, die Angel, das Boot, die Flaschenpost - alles ist an seinem Platz. Und auch seine anderen Figuren sind mit von der Partie: Schnuddelbuddels Haus, das der sympathische, verhuschte Hutträger gemeinsam mit dem Honigkuchenpferd bauen will, kann von den Kindern eingerichtet werden.

An einer anderen Station warten an einem Schreibtisch Federkiel und Papier, um damit "Post für den Tiger" zu schreiben. Im Zirkus, der sogar mit einem Käfig für plüschige Raubtiere ausgestattet ist, spielen die Pänz ihre eigenen Kunststücke. Ruhiger geht es in Janoschs Traumstundenzimmer zu: Auf einer Kissenlandschaft können viele Bücher rund um Janoschs Bilderbuchgeschichten angeschaut und gelesen werden.

"Die Geschichten von Janosch sind wertvoll und vermitteln wunderbare Botschaften", so Museumsleiterin Maria Linsmann. Ihr gefällt besonders die Figur "Kasper Mütze"; der kleine schlaue Kerl besiegt nämlich durch List den Räuber und das Krokodil.

Das Bilderbuchmuseum ist dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Janoschs Universum wartet bis Sonntag, 4. März, auf kleine und große Entdecker. Erwachsene zahlen 2,50 Euro, Kinder ab vier bis 14 Jahren einen Euro.

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