Opernpremiere in Köln Das Spiel von Macht und Liebe auf der Opernbühne

Köln · „Sex and Crime“ im Frühbarock: Die Kölner Oper zeigt im Staatenhaus Ted Huffmans spannende und umjubelte Inszenierung von Claudio Monteverdis letzter Oper „Die Krönung der Poppea“.

Jake Arditti (Nerone) und Elsa Benoit (Poppea) in einer Szene aus Monteverdis Oper.

Jake Arditti (Nerone) und Elsa Benoit (Poppea) in einer Szene aus Monteverdis Oper.

Foto: Matthias Jung

Im Grunde handelt es sich bei Claudio Monteverdis letzter Oper „Die Krönung der Poppea“ aus dem Jahre 1642 um eine handfeste „Sex and Crime“-Geschichte. In diesem frühbarocken Meisterwerk treten im Unterschied zu Monteverdis Oper „Orpheus“ keine Götter und mythischen Figuren auf, sondern – bis auf ein paar allegorische Figuren im Prolog – echte Menschen. Was diese Oper bis heute erstaunlich frisch und aktuell hält, wie man in Ted Huffmans Inszenierung nachvollziehen kann, deren Kölner Premiere am Sonntag im Staatenhaus vom Publikum einhellig gefeiert wurde.