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Beethovenplatz in Bonn: Künstlerinnen aus Bad Godesberg stellen Werke für Unicef aus

Beethovenplatz in Bonn : Künstlerinnen aus Bad Godesberg stellen Werke für Unicef aus

Nachts nur eine Stunde fließendes Wasser? Mit Hunderten einen Wasserhahn teilen? Hierzulande fast unvorstellbar. Fünf Künstlerinnen aus Bad Godesberg haben Wasserknappheit zu ihrem Thema gemacht und unter der Leitung von Karin Ulrich das Projekt "Wasser bewegt" umgesetzt.

Anlässlich des 60-jährigen Bestehens des Kinderhilfswerks Unicef in Deutschland sind ihre Fotografien, Malereien, Collagen und Skulpturen im Gärtnerhaus am Beethovenplatz zu sehen.

"Das Recht auf Wasser ist ein Menschenrecht. Als Entwicklungsziel haben die Vereinten Nationen beschlossen, bis zum Jahr 2015 den Anteil der Menschen ohne dauerhaft gesicherten Zugang zu Trinkwasser zu halbieren", erklärte Reinhard Schlagintweit, Ehrenvorsitzender des Deutschen Komitees für Unicef, bei der Vernissage. Noch viele Länder hätten weiterhin keine gesicherte Trinkwasserversorgung. Von der Not seien vor allem Kinder betroffen, denen sich das Hilfswerk widme.

Wasserknappheit in der Wüste hat Karin Ulrich mit ihren "gemalten Bildern" dokumentiert. Auf ihren Reisen durch Ägypten und Namibia hat sie wellenartige Formationen im Wüstensand fotografiert. Die südkoreanische Künstlerin Hiyoung Park hat Collagen aus Lesezeichen mit Kindergesichtern erstellt.

Bei der französischen Künstlerin Clotilde Lafont-König dominiert der Bleistift: braun und blau gerandeten Bleistiftspänen hat sie eine Weltkugel aus Styropor dekoriert. Auch Barbara Kroke und Hélène Michel sind vom Thema Wasser und blauer Farbe emotional bewegt worden. "Alle möchten wir durch den Verkauf unserer Werke und der bedruckten Grußkarten möglichst viele Spenden für Unicef sammeln", sagte Initiatorin Karin Ulrich.

Die Ausstellung ist bis 22. August jeweils dienstags bis samstags von 14 bis 18 und sonntags von 11 bis 14 Uhr im Gärtnerhaus am Beethovenplatz zu sehen.