LOL feiert Premiere in der Post Tower Lounge

BONN · LOL ist eine in Internet-Gesprächsforen gebräuchliche Abkürzung für "Laughing Out Loud", was sich mit "Lautes Lachen" übersetzen ließe. LOL heißt zudem eine neue Veranstaltungsreihe für junge Comedians, initiiert vom Haus der Springmaus.

In der ausverkauften Post Tower Lounge war nun eine Premiere zu erleben, die eine erfrischende Duftmarke hinterließ. Das Moderatorenduo Luke Mockridge und MC René hatte zwar gelegentlich mit unübersehbaren internen Spannungen umzugehen, was aber für ausgeprägte Persönlichkeiten spricht und für das Publikum immer auch einen gewissen Extra-Unterhaltungswert besitzt.

In den Soloparts reflektierte der smarte Luke Mockridge schulische "Nazi-Instrumente" wie den Notenspiegel auf der Tafel aus eigenen CoJoBo-Zeiten und stellte die Frage nach der Notwendigkeit von mitreisenden Säuglingen in Passagierflugzeugen, während MC René als "Rapperend" die Weihnachtsgeschichte ins HipHop-Vokabular transferierte.

Die Wahl-Hamburgerin Gesa Dreckmann unterstrich nachhaltig, wie erfreulich sich exotische Schönheit und norddeutsches Platt kombinieren lassen: "Ich bin so'n büschen wie gemischtes Hack. Mein Vadda kommt aus Hamfelde, und meine Mudda aus Haiti."

Weitere Themen waren: Alkoholdurchtränkte Scheunenfeste, Bullenfeste und Junggesellinnen-Abschiede im ländlichen norddeutschen Raum. Der Beste des ersten LOL-Abends war jedoch Abdelkarim. Herrlich staubtrockener, selbstironischer Humor. Und kabarettistische Treffer wie dieser hier: "Die Hauptschule ist mit Abstand die sicherste Schulform in Deutschland. Da wird es niemals einen Amoklauf geben, weil alle wissen: Da wird zurückgeschossen."

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