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Tschechows "Drei Schwestern" in den Kammerspielen: Mal unwiderstehlich, mal unerträglich

Tschechows "Drei Schwestern" in den Kammerspielen : Mal unwiderstehlich, mal unerträglich

Martin Nimz inszeniert Tschechows "Drei Schwestern" in den Kammerspielen Bad Godesberg. Das dauert dreieinhalb Stunden, ist mal unwiderstehlich, mal unerträglich.

Nach dreieinhalb Stunden mit Anton Tschechows "Drei Schwestern" verließ man die Kammerspiele Bad Godesberg am Freitagabend mit drei Einsichten. Das 1901 erstmals aufgeführte Stück ist unsterblich, weil Tschechows gebrochene, meisterhaft gezeichnete Figuren uns immer noch viel zu sagen haben.

Die Inszenierung von Martin Nimz erscheint dabei wie ein Patchwork. Für jeden Zuschauer hat der Regisseur etwas im Angebot: intimes Kammerspiel und poetische Tschechow-Tupfer, Disco und Maskenspiel, Projektionen und Aktualisierungen, Gezappel und Geschrei, Spannung und Spaßtheater.

Das ganze Programm pendelt zwischen unwiderstehlich und unerträglich. Die Schauspieler bestätigen in dem Stück den Ruf des starken Bonner Ensembles. Mareike Hein als Mascha und Maike Jüttendonk als Irina haben die stärksten Momente.

Eine ausführliche Besprechung lesen Sie in der Montagausgabe des General-Anzeigers.