Ausstellung im Siegburger Pumpwerk Marcus Günther öffnet ein "Netz der Verwirrung"

SIEGBURG · Schweine, die über einen Gletscher tollen? In der Welt von Marcus Günther ist das kein Problem. Denn der in Düsseldorf lebende Künstler "hat Arbeiten geschaffen, in der die uns bekannte Welt aus den Angeln geraten zu sein scheint", wie Reinhard Lättgen sagte. Lättgen, Vorsitzender des Kunstvereines für den Rhein-Sieg-Kreis, eröffnete gemeinsam mit dem Mittvierziger dessen Ausstellung "Vorwärtz" im Pumpwerk an der Bonner Straße.

 Schweine am Gletscher: Marcus Günther zeigt in Siegburg rätselhafte Kompositionen.

Schweine am Gletscher: Marcus Günther zeigt in Siegburg rätselhafte Kompositionen.

Foto: Holger Arndt

"Seine großen, oft rätselhaften Kompositionen zeigen eine Welt der Krise, bevölkert mit Soldaten, Wissenschaftlern, Arbeitern, Demonstranten, Riesen, Tieren und ominösen Objekten", so Lättgen. Der Künstler habe ein "geradezu lustvolles Netz der Verwirrung installiert, aus dem sich die Betrachtenden nur schwer lösen können". Was Traum, was Wirklichkeit sei, würde zum "unentwirrbaren Leitfaden". 70 Gemälde brachte Günther mit nach Siegburg, geschaffen in den vergangenen sieben Jahren.

Wer eintauchen möchte in die bizarre Welt, die die normalen Sehgewohnheiten herausfordert, kann das bis Freitag, 26. Juli, dienstags und mittwochs von 11 bis 16 Uhr, freitags bis 15 Uhr, donnerstags von 13 bis 18 Uhr und jeden ersten und dritten Sonntag im Monat von 13 bis 16 Uhr machen.