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Musikalisches Märchen: "Der himmelblaue Welpe" im Bonner Opernfoyer

Musikalisches Märchen: "Der himmelblaue Welpe" im Bonner Opernfoyer

Von der Nase bis zum Schwanz ganz himmelblau": So sieht er aus, der kleine Hund, der sich auf einer Insel voller "gewöhnlicher" Hunde, Katzen und Piraten völlig fehl am Platze fühlt.

Bonn. Von der Nase bis zum Schwanz ganz himmelblau": So sieht er aus, der kleine Hund, der sich auf einer Insel voller "gewöhnlicher" Hunde, Katzen und Piraten völlig fehl am Platze fühlt. Er hat eine ganze Menge auszuhalten, bis er mit dem heldenhaften Matrosen endlich einen echten Freund findet und die jüngsten Zuschauer erleichtert aufatmen können.

Für Gennadi Gladkovs musikalisches Märchen "Der himmelblaue Welpe" verwandelt sich das ganze Bonner Opernfoyer in die Karibik; das Publikum sitzt zusammen mit der Band auf der eigentlichen Bühne, kann zwar nicht jedes gesungene Wort verstehen, hat aber stets gut im Blick, was sich an Land, auf dem Wasser und in der Takelage abspielt. Unter der musikalischen Leitung von Ekaterina Klewitz am Flügel zeigen 37 Kinder aus dem Vorchor Theater Bonn einmal mehr, was sie drauf haben. Klavier, Saxophon, Geige und Schlagzeug unterstützen die jazzigen Soli und schwungvollen Chornummern.

In der anspruchsvollen Titelrolle singt Merle Claus wie ein Profi, Alexandra Alumyan gibt den schwarzen Kater mit geschmeidiger Stimme und katzenhaften Bewegungen, und wenn Elena Sohler Sánchez als bitterböser Pirat finstere Pläne schmiedet, ziehen nicht nur die Hunde den Schwanz ein. Alle Solo-Rollen sind doppelt besetzt, so dass die sechs- bis elfjährigen Sänger viel Bühnenerfahrung sammeln können.

Die temporeiche, quirlige Inszenierung und Choreographie von Bärbel Stenzenberger verlangt dem ganzen Ensemble eine hohe Konzentration und Kondition ab, doch das fällt an diesem Nachmittag niemandem auf: Der durch fleißige Probenarbeit gestählte Vorchor singt und tanzt sich durch das Stück, als wäre "Der himmelblaue Welpe" ein Kinderspiel. Ist es ja auch, aber zugleich eine tolle Leistung.

Weitere Vorstellungen am 28. November, 18. und 19. Dezember sowie am 22. und 30. Januar.