1. News
  2. Kultur & Medien
  3. Regional

Oldtimer, Krokodil und Vogelhaus im Wettstreit

Oldtimer, Krokodil und Vogelhaus im Wettstreit

Im Rheinbacher Glaspavillon sind die Werke des Dritten Internationalen Glaskunstpreises zu sehen

Rheinbach. (wb) Der Wettstreit zwischen dem europäischen Glaskunstnachwuchs hat begonnen. Am vergangenen Freitag eröffneten die Leiterin des Glasmuseums, Ruth Fabritius, und Bürgermeister Stefan Raetz die Ausstellung zum dritten Internationalen Glaskunstpreis der Stadt Rheinbach.

46 sich in der Ausbildung befindende Glaskünstler, davon 13 Männer und 33 Frauen von insgesamt sieben Schulen aus Österreich, Tschechien, Frankreich und Deutschland, haben insgesamt 47 Arbeiten eingereicht, die bis zum 18. September im Glaspavillon genannten "Hans-Schmitz-Haus" rund um die Uhr bewundert werden können.

Zur Auswahl stehen zum Beispiel die "Drei Oldtimer" - geschliffene Schmelzplastiken aus Kristallglas - von Peter Kilian von der tschechischen Glasfachschule in Kamenickì Senov, das "Krokodil" - Hüttentechnik, gesägt - von Thibault Lafleuriel von der französischen Lycée Jean Monnet, Yzeure oder auch das gläserne "Vogelhaus" - Gravur, Schliff, geklebt - von Anja Pyttlik, die das staatliche Berufskolleg Rheinbach besucht.

Die internationale siebenköpfige Fachjury hat bereits eine Entscheidung getroffen, die sie allerdings erst bei der Preisverleihung am 16. September bekannt geben wird. Der Schirmherr des Nachwuchsförderpreises, Professor Rudolf Agstner, Leiter der Außenstelle der Österreichischen Botschaft in Bonn, wird die Preise übergeben.

Die Gewinner können sich über Geldpreise freuen: 750 für den Sieger, 400 für den Zweiten und 250 Euro für den Drittplatzierten. Außerdem wird der mit 750 Euro dotierte "Alexandra Bruns"-Preis vergeben. Wer diesen Preis erhält, entscheiden die Besucher der Ausstellung, die das ihrer Meinung nach beste Werk angeben können.

"Viele Künstler haben großen Wert auf die Oberfläche des Glases und auf die Eigenschaften von Glas wie Plastizität, Transparenz, Lichtbrechung und optische Effekte gelegt", sagte Fabritius. Aber auch bildhauerische Arbeiten, die sich mit plastischen Problemen von Volumen, Körper und Raum auseinandersetzen und Stücke, die den Charakter einer Installation haben, bereichern die Ausstellung.