Premiere in der Bonner Oper „Die Liebe zu den drei Orangen“ ist ein großer Spaß

Bonn · Das Bonner Publikum feiert Leo Muscatos Inszenierung von Prokofjews „Liebe zu den drei Orangen“. Warum die Premiere ein Erfolg war.

Szene aus Sergej Prokofjews „Die Liebe zu den drei Orangen“ mit Uwe Stickert in der Rolle des Prinzen.

Szene aus Sergej Prokofjews „Die Liebe zu den drei Orangen“ mit Uwe Stickert in der Rolle des Prinzen.

Foto: Bettina Stoess

Die Welt litt noch erheblich unter den Folgen des Krieges und der Revolution, als sich Sergej Prokofjew Anfang des Jahres 1919 auf seinem Weg von Russland nach Amerika anschickte, Wsewolod Meyerholds Bearbeitung von Carlo Gozzis „Die Liebe zu den drei Orangen“ in ein Opernlibretto umzuschreiben. Er rechnete durchaus damit, dass eine solche Oper nicht allen gefallen würde, weil man sie nicht schreiben dürfe, „wenn die Welt stöhnt“. Er hat sie geschrieben, die Welt stöhnt heute noch immer und dennoch ist just jene Oper mit ihrem märchenhaft-komischen Inhalt noch sehr lebendig auf den Spielplänen.