Wechsel in den Schürmann-Bau Umzug des TV-Senders Phoenix innerhalb Bonns verzögert sich

Bonn · Der Fernsehsender Phoenix hatte vor zwei Jahren angekündigt, innerhalb Bonns umzuziehen. Eigentlich sollte der Umzug in diesem Sommer vollzogen werden. Nun verzögern sich die Pläne.

 Blick in ein Fernsehstudio des Fernsehsenders Phoenix.

Blick in ein Fernsehstudio des Fernsehsenders Phoenix.

Foto: Nicolas Ottersbach

Der Umzug des Fernsehsenders Phoenix innerhalb von Bonn verzögert sich. Wie der Ereignis- und Dokumentationskanal von ARD und ZDF dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Freitag auf Anfrage mitteilte, ist nun April 2025 als Termin vorgesehen. Den ersten Planungen zufolge sollte der Umzug in der politischen Sommerpause 2024 stattfinden. Die Verzögerung resultiere im Wesentlichen aus zwei Faktoren, erklärte der Sender. So seien Firmen „nicht in dem Maße verfügbar“ gewesen, wie es notwendig gewesen wäre. Außerdem habe es „Lieferprobleme mit Materialien gegeben“.

Im März 2022 hatten die beiden Phoenix-Programmgeschäftsführerinnen Eva Lindenau (ARD) und Michaela Kolster (ZDF) angekündigt, der Sender werde bis Mitte 2024 in einen Trakt des früheren Schürmann-Baus in Bonn umziehen. Das ist der Sitz der Auslandsrundfunkanstalt Deutsche Welle. Derzeitiger Standort von Phoenix ist das ehemalige ZDF-Hauptstadtstudio in Bonn, das vom WDR übernommen wurde. Der Sender ist dort seit August 2000 ansässig.

Sendestart des Ereignis- und Dokumentationskanals war im April 1997 von Köln aus beim WDR. Phoenix hatte nach eigenen Angaben in diesem Jahr insgesamt 93,5 Stellen für festangestellte Beschäftigte. Hinzu kämen noch freie Mitarbeitende, was umgerechnet auf Vollzeitstellen noch weiteren 66 Stellen entspreche. Der Sender verfügt nach eigenen Angaben über einen Jahresetat von 37 Millionen Euro. Phoenix kam 2023 auf einen TV-Marktanteil von 0,8 Prozent und rutschte damit unter die Marke von einem Prozent.

(epd)
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