Haus Bachem in Königswinter Pianist Felix Wahl verzauberte sein Publikum

KÖNIGSWINTER · Michael Agi hatte nichts dem Zufall überlassen. Vor dem Klavierabend mit Felix Wahl ließ der Chef des Vereins "Pro Klassik" auch den Flügel im Haus Bachem noch stimmen. So stand einem Fest der Musik nichts mehr im Wege.

 Gefragter Pianist im In- und Ausland: Felix Wahl war zu Gast im Haus Bachem.

Gefragter Pianist im In- und Ausland: Felix Wahl war zu Gast im Haus Bachem.

Foto: Privat

Mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, Sergej Prokofjew, Johannes Brahms und Ludwig van Beethoven verzauberte der junge Künstler sein Publikum. Für die Fans der Aktivitäten von "Pro-Klassik"-Erfinderl Agi ist der Bonner Pianist kein Unbekannter.

Bereits vor zehn Jahren hinterließ Felix Wahl bei einem Hauskonzert innerhalb der "Kachelsteiner Kulturtage" einen prägenden ersten Eindruck. Damals war er 18 Jahre alt und sozusagen unter Beobachtung von Michael Agi, der es sich auch zur Aufgabe gemacht hat, junge Künstler zu fördern. Und Wahl war vielversprechend.

Mit zehn Jahren erhielt der 1986 in Bonn geborene Künstler seinen ersten Klavierunterricht. Wesentliche Impulse erhielt er von Rose Marie Zartner. Mit dem Wintersemester 2006/2007 begann Felix Wahl sein Studium an der Musikhochschule Köln in der Meisterklasse von Professor Pavel Gililov. Dem Diplom folgte das Aufbaustudium im Masterstudiengang Klavier.

2013 schloss der Tasten-Zauberer diese Ausbildung mit Auszeichnung ab. Und mittlerweile ist er auch Diplom-Klavierpädagoge. In Meisterkursen renommierter Pianisten holte sich Felix Wahl seinen "letzten Schliff". Arie Vardi, Matti Raekallio, Dmitri Bashkirov, Andrea Luccesini oder Elisabeth Leonskaja sind zu nennen. Wahl war zudem Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes sowie der Stiftung "Yehudi Menuhin - Live-music-now". Und er ist gefragter Pianist im In- und Ausland, darunter nicht zuletzt beim Beethovenfest in Bonn.

Gerne kam Wahl auch der Einladung ins Haus Bachem nach Königswinter nach, wo er ein beeindruckendes Zeugnis seiner technischen und trotz seiner Jugend ausgereiften Brillanz am Klavier, besonders auch bei der Sonate Nr. 8 Op. 84 von Prokofjew, ablieferte. Das Publikum war begeistert.

Erste Wahl war als Abschluss des Klavierabends gerade in der Nähe der Beethovenstadt auch Beethovens Sonate As-Dur, Op. 110. Und Michael Agi, der sich mit dem Verein "Pro Klassik" zum Ziel gesetzt hat, künstlerisch Wertvolles in der Stadt zu bieten, war beglückt.

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