Bonn Poppelsdorfer Schlosskonzerte starten am 13. Juli

Bonn · Solch extremer Starkregen, wie er am Donnerstag während der Pressekonferenz der Klassischen Philharmonie über der Stadt niederging, ist dem Orchester bei seinen Poppelsdorfer Schlosskonzerten nicht zu wünschen. "Das Wetter muss mitspielen", sagte Orchesterchef Heribert Beissel.

 Rühriger Maestro: Heribert Beissel, im Frühjahr 80 geworden, startet in eine neue Saison.

Rühriger Maestro: Heribert Beissel, im Frühjahr 80 geworden, startet in eine neue Saison.

Foto: Promo

Nicht nur, weil das Publikum dann in der Pause die Picknickkörbe auspacken kann, sondern vor allem wegen der Finanzierung. Denn bei schlechtem Wetter kommen trotz Regenponchos, die für die nicht überdachten, nur an der Abendkasse verkauften Schönwetterplätze zur Verfügung gestellt werden, weniger Menschen.

Die traditionellen Schlosskonzerte, die das sommerliche Kulturleben der Stadt seit bald einem halben Jahrhundert bereichern, sind für das Orchester ein Zuschussgeschäft. Im vergangenen Jahr waren es 55.000 Euro, wie Geschäftsführer Jürgen-Peter Freudenberg verriet.

Von der Stadt erhält die Klassische Philharmonie 40.000 Euro pro Jahr, der Rest wird aus Eigenmitteln finanziert, die über die Wiener-Klassik-Reihe in Bonn und zehn weiteren Großstädten in Deutschland eingespielt werden. Der Vorverkauf für die am 13. Juli startende Reihe der sechs Schlosskonzerte beginnt immer zehn Tage vor dem jeweiligen Konzert. Das Programm ist klassisch bis spätromantisch und reicht von Mozart bis Mascagni.

Parallel zu den Schlosskonzerten beginnt am 21. Juli die Reihe der Serenadenkonzerte in der Bad Godesberger Redoute. Als weitere Bonner Reihe werden auch die Muffendorfer Serenadenkonzerte fortgesetzt. Trotz des Eigentümerwechsels.

Die kommende Saison beginnt für das Orchester beim Beethovenfest. Ein "Geburtstagsgeschenk" zum 80., den Beissel in diesem Frühjahr feierte. Er dirigiert Gustav Mahlers vierte Sinfonie. Außerdem erklingt Webers erstes Klarinettenkonzert mit der Solistin Sabine Meyer.

Und als "Pflichtstück" Beethovens "Egmont"-Ouvertüre. Höhepunkte der kommenden Saison sind außerdem die Aufführung von Orffs Carmina Burana an Neujahr sowie die Aufführung von Händels "Dixit dominus" am 6. Oktober in der Lutherkirche. An beiden Konzerten wirkt der Chur Cölnischen Chor mit. Die Saison der Wiener-Klassik-Reihe in der Beethovenhalle beginnt am 18. Oktober.

Informationen über den Vorverkauf und zu den Konzertprogrammen unter www.klassische-philharmonie-bonn.de

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