Gastspiel in der Kölner Philharmonie Wie eine junge Flötistin das Konzert von Sir Simon Rattle rettete

Köln · Beim Kölner Gastspiel des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks kam Dirigent Sir Simon Rattle der Soloflötist abhanden. Warum es dennoch ein musikalisch aufregendes und außergewöhnliches Konzert wurde.

Bariton Lester Lynch (links) und Dirigent Sir Simon Rattle (rechts) beim Konzert des BR Symphonieorchesters in der Kölner Philharmonie.

Bariton Lester Lynch (links) und Dirigent Sir Simon Rattle (rechts) beim Konzert des BR Symphonieorchesters in der Kölner Philharmonie.

Foto: Thomas Brill

Es passierte, als Chefdirigent Sir Simon Rattle beim Kölner Gastspiel des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks den gewaltigen, mehr als 20 Minuten dauernden ersten Satz der Sinfonie Nr. 6 von Gustav Mahler langsam auf die Zielgerade lenkte. Da sprang sein Soloflötist Henrik Wiese plötzlich vom Stuhl hoch, eilte mit seinem Instrument in der Hand durch die Orchesterstuhlreihen, nahm in raschen Sprüngen die Treppenstufen zum Ausgang – und verschwand. Akut aufgetretene Magen-Darm-Probleme seien die Ursache gewesen, teilte das Orchestermanagement später mit.