Steine symbolisieren Entwicklung des Kindes

Wolfgang Kutzner aus Staffel hat die Kunst am Bau für die Ahrtalschule geschaffen - Die Bildhauerarbeiten übernahm Guido Goertz

Altenahr. Die Entwicklung des Menschen ist das große Thema, das der Künstler Wolfgang Kutzner aus Staffel in seinen Arbeiten für den Neubau der Regionalen Schule Altenahr umgesetzt hat: in Stein und mit Farbe auf Leinwand. Bei einer Feierstunde am Dienstag wurden die Kunstwerke offiziell übergeben. Verbandsbürgermeister Achim Haag drückte in seiner Begrüßungsrede die Freude aus, dass mit Kutzner ein Künstler aus der Verbandsgemeinde die Gestaltung übernommen hat. Die Steinmetzarbeiten hatte Guido Goertz erledigt. Johannes F. Luxem interpretierte die Werke.

Am Rande des Pausenhofs, auf einem Rasenstück, zieht ein Ensemble aus unterschiedlich großen, teils behauenen, teils unbehauenen Blöcken aus Sandstein den Blick auf sich. Zentrales Element ist ein spitz aufragender monumentaler Stein, ein Obelisk, der pyramidenartig behauen endet. Luxem deutete ihn als Darstellung des Wachsens und Sich-Entfaltens des Kindes in der Welt und in der Schule, als Darstellung des Weges vom Ungeformten nach oben.

Den grünen Rasen interpretierte Luxem als Sinnbild für Natur, Freiheit, Ungebundenheit; die Steine als Sinnbild für Maß, Planung und Regel - für das Eingebundensein in eine Ordnung. "Das Freie und die Regeln bedingen die Entfaltung unserer Kinder", erklärte er. Für ihn symbolisieren die unterschiedlich stark bearbeiteten Steine Stufen der Entwicklung. Völlig ausmodelliert ist ein überdimensionales, aufgeschlagenes Buch. Luxem deutet es als Aufforderung an die Kinder: "Nimm und lies, blättere weiter, vertiefe dich ins Gedruckte, lerne!" Bei seinem Gemälde für das Foyer der Schule greift Kutzner das Ensemble aus Steinen auf. Rechts und links davon hängen Holztafeln, auf denen Bilder von Kinderhand entstehen sollen. Darin verkörpert werden die Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde.

Kutzner hat Stempel mit Bildmotiven dazu geschaffen, mit denen die Jungen und Mädchen aus den jeweils ersten Klassen die Flächen einige Schuljahre hindurch weiter gestalten können - bis auch diese wachsenden Werke eines Tages vollendet sind. Auch sie sollen den schnellen Ablauf der Entwicklung (von Menschen) symbolisieren. Die Arbeiten entstanden als "Kunst am Bau". In ihrem Förderbescheid für die Regionale Schule hatte die Landesregierung 40 000 Mark dafür festgesetzt.

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