Die Bonn University Shakespeare Company in der Brotfabrik Bonn „Stück Namenlos": Eine Einladung zum Theater jenseits der Konventionen

Ist das alles Theater? Und wenn ja, was soll das? Autor und Regisseur Lukas Schletter setzt mit seinem „Stück Namenlos“ auf Irritation.

Die Figuren A, C, F und T werden (von links) von den Studentinnen Luise König, Krenare Kelani, Alyssa Löffler und Emilia El Alaoui verkörpert.

Die Figuren A, C, F und T werden (von links) von den Studentinnen Luise König, Krenare Kelani, Alyssa Löffler und Emilia El Alaoui verkörpert.

Foto: General-Anzeiger Bonn GmbH

Ein Raum, beleuchtet von gedimmtem Licht, Gestalten auf der Bühne – ist das bereits ein Theaterstück oder bedarf es dazu mehr? Die Bonn University Shakespeare Company (BUSC) will dieser Frage nachgehen – in ihrer Vorstellung von „Stück Namenlos" in der Brotfabrik. Der Autor und Regisseur Lukas Schletter (28) will Kunst mit seiner ersten Inszenierung auf eine einzigartige Weise erforschen. Nicht nur auf der Bühne, auch der Zuschauerraum soll Teil des Stückes sein. Schletter, der eigentlich Mathematik studiert, beschreibt sein Stück, als ein „Aufbrechen und Loslassen" von Konventionen. Der Inhalt: Es soll ein Spiel zwischen Fiktion und Realität sein, bei dem die Grenzen zwischen den Charakteren auf der Bühne und den Darstellerinnen verschwimmen. „Stück Namenlos“ will die Sichtweise auf Kunst verändern, indem vier Charaktere verschiedene Menschen und Ansichten repräsentieren.